Josip Juratovic hört als SPD-Kreisvorsitzender auf

Heilbronn  Der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Heilbronn Land, der Gundelsheimer Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic (58), wird beim Kreisparteitag am 2. Dezember in Neuenstadt nicht wieder für das Amt als Vorsitzender kandidieren.

Von Iris Baars-Werner
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Josip Juratovic hört als SPD-Kreisvorsitzender auf. Foto: Archiv/Berger

Damit soll der Weg für einen Generationenwechsel und Veränderung in der Kreis-SPD freigemacht werden. Der frühere Juso-Landeschef Markus Herrera Torrez aus Lauffen hat bereits seine Kandidatur angekündigt.
Juratovic hatte seine Entscheidung in der Sitzung des Kreisvorstands der SPD im Landkreis Heilbronn am vergangenen Freitag mitgeteilt.

„Wenn wir glaubhaft über eine Erneuerung unserer Partei sprechen wollen, sollten wir auch vor Ort damit anfangen. Nach über 20 Jahren im Kreisvorstand, davon sechs Jahre als Vorsitzender, ist es an der Zeit neuen Köpfen und auch neuen Ideen den Raum zur Entwicklung zu geben“, sagte Juratovic laut einer Pressemitteilung.

Markus Herrera Torrez tritt an

Markus Herrera Torrez (29), der zurzeit als Gewerkschaftssekretär beim Europäischen Gewerkschaftsbund tätig ist, wird mit folgenden Worten zitiert: „Nach dem niederschmetternden Wahlergebnis am 24. September müssen wir unsere Partei auf allen Ebenen erneuern. Ich möchte gemeinsam mit dem neuen Vorstandsteam damit hier vor Ort anfangen. Wir müssen neue Wege entwickeln, wie wir unsere bestehenden Strukturen stärken und gleichzeitig auch neue Ideen umsetzen können.“

Als erstes Etappenziel gab der ehemalige Lauffener Stadtrat  die Kommunalwahl 2019 aus: „Wir sind offen für neue Menschen die sich engagieren und kandidieren wollen – wir laden die Bürger ein mit uns gemeinsam ihre Gemeinden, Städte und den Landkreis zu gestalten.“

Verständnis für Entscheidung

Rainer Hinderer, der Kreisvorsitzende der SPD in der Stadt Heilbronn, bedauerte den Schritt seines Kollegen Juratovic, zeigte aber Verständnis für dessen Entscheidung. Ein Zusammenschluss der beiden Heilbronner Kreisverbände sei aber auch trotz dieser Personalie derzeit kein Thema. „Wir haben ganz andere Aufgaben zu lösen“, meinte er gegenüber der Heilbronner Stimme.

Eine Aufgabe sei, die Ortsvereine zu konsolidieren und „die Strukturen an der Basis der Partei zukunftsfähig zu machen“. Die ehrenamtliche Arbeit komme zusehends an ihre Grenzen. Angesichts der Altersstruktur der SPD sei ein Generationenwechsel zu begrüßen. 

 


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