Hochmoderne Sternwarte schwebt auf Experimenta-Dach ein

Heilbronn  Spezialfilter machen es möglich: Mit einer neuen Teleskoptechnik sollen Besucher der Experimenta Heilbronn künftig die Geschehnisse auf der Sonne beobachten können.

Von Carsten Friese
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Um 13.28 Uhr war es am Donnerstag vollbracht: Die neue, fünf Tonnen schwere Sternwarte ist mit einem Kran innerhalb von vier Minuten auf das Dach des Experimenta-Neubaus gehoben worden. Man stoße damit in Galaxien und in den Bereich der Sonne vor, „in einen Kosmos, der wahnsinnig spannend ist“, stellte Experimenta-Geschäftsführer Wolfgang Hansch fest.

Mit dem Einbau der Sternwarten-Kuppel wird der Neubau der Experimenta abgeschlossen. Jetzt gelten alle Anstrengungen dem Aufbau des Innenlebens, damit im März das größte Science Center Deutschlands wie geplant eröffnet werden kann.

Besucher sollen Reise in ferne Welten unternehmen

Mit zwei Spezialteleskopen in der Kuppel und vier weiteren leistungsstarken Teleskopen auf der Dachterrasse sollen Besucher eine Reise in ferne Welten unternehmen. Astrophysiker Kai Noeske verdeutlichte, dass die Teleskope mit Spezialfiltern versehen seien, so dass man auch tagsüber genaue Beobachtungen zum Beispiel der Sonnenoberfläche anstellen könne. „Das Brodeln der Sonne“ oder Gasausbrüche sollen mit der Technik zu sehen sein.

Zudem haben die Teleskope Spezialvorrichtungen, damit Besucher auch eigene Handyfotos von Sonnenausbrüchen machen können.

Kuppel ist komplett aufklappbar

Mit dem Team der Robert-Mayer-Sternwarte arbeitet die Experimenta eng zusammen. Geplant ist ein umfangreiches Programm zu Astronomiethemen, das bei schlechtem Wetter auch im Science Dome gezeigt wird.

Die Sternwartenkuppel mit Schalen aus Glasfasersegmenten kann komplett zur Seite klappen. Dadurch wird im Gegensatz zu herkömmlichen Teleskopkuppeln der Blick auf den gesamten Himmel frei.
Eine Sternwarte dieser Größe und Bauart gibt es nach Angaben der Experimenta nur noch in Salzburg. Wie Astrophysiker Kai Noeske verdeutlichte, können Besucher durch die Spezialteleskope bei sehr guten Lichtverhältnissen Objekte in Galaxien beobachten, die rund 20 bis 30 Millionen Lichtjahre entfernt seien – wobei ein Lichtjahr rund zehn Billionen Kilometern entspricht. 

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Technik hinter den Kulissen

In dieser Folge der Experimenta-Baureportage warfen wir im September 2017 einen Blick auf die Gebäudetechnik im Inneren des Bauwerks. 

 

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