Heute fällt Startschuss für Autonomes Fahren

Heilbronn/Karlsruhe  Heute startet die Erprobung des Autonomen Fahrens in Baden-Württemberg. Heilbronn spielt dabei neben Karlsruhe eine wichtige Rolle. Die Stadt und die Hochschule gehören zu dem Konsortium, das vom Land den Zuschlag für das „Digitale Testfeld Baden-Württemberg“ erhalten hat.

Von Iris Baars-Werner
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Ein Audi A3 e-tron Hybrid (Themenfoto: dpa/Audi) wird in nächster Zeit regelmäßig auf der Teststrecke im Raum Heilbronn unterwegs sein.

Das Land stellt 2,5 Millionen Euro für das Forschungsprojekt zum automatisierten Fahren zur Verfügung, annähernd eine halbe Million Euro gibt die Stadt Heilbronn für das Projekt aus.

In den letzten Monaten wurden die Vorarbeiten in Heilbronn geleistet – von heute an wird der speziell ausgerüstete Audi A3 e-tron Hybrid immer wieder auf der siebeneinhalb Kilometer langen Teststrecke zwischen der Autobahn-Abfahrt der A6 bei Neckarsulm und dem Zukunftspark Wohlgelegen unterwegs sein. Ziel ist das Parkhaus im Wohlgelegen. Dort soll das Auto ohne Fahrer einen Parkplatz ansteuern.

Sensoren auf der ganzen Strecke

Die gesamte Strecke und die Ampeln wurden mit Sensortechnik ausgestattet. Alle Situationen, in die das Auto gerät, werden erfasst und analysiert. Das Projekt ist auf fünf Jahre ausgelegt. In ihm werden Hardware und Software für das vollautomatisierte Fahren getestet und weiterentwickelt.

Ins Auto setzen und sich chauffieren lassen vom Autopiloten. Die Firma Bosch testet bereits seit Jahren - so wie hier auf der Autobahn 81 bei Abstatt. Foto: dpa

Automatisiertes Fahren ist vergleichbar dem Autopiloten im Flugzeug. Auf der Straße müssen die Sensoren und Kameras, mit denen auch Kreuzungen ausgestattet wurden, alle Situationen, in die das Auto gerät, erkennen und verarbeiten: andere Autos, die sich dem Testwagen in den Weg stellen, Fußgänger und Hindernisse. In der Testphase ist sind die Autos – in Karlsruhe sind drei unterwegs – mit einem Sicherheitsfahrer besetzt.

Zweites Thema: vernetzte Verkehre

Neben dem automatisierten Fahren geht es auch um vernetzte Verkehre: Dabei tauschen sich Autos mit anderen Fahrzeugen aus, außerdem nehmen sie Signale von Ampeln und anderen Infrastruktureinrichtungen auf. Dabei geht es um Informationen über freie Parkplätze und um Warnung vor Unfällen oder Staus. Für die riesigen Datenpakete, die innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde ausgetauscht werden müssen, ist ein Hochleistungsmobilfunknetz notwendig.

 

Weitere Infos unter www.taf-bw.de


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