Hardthausen hat einen neuen Bürgermeister

Hardthausen  Mit 56,8 Prozent machte Thomas Einfalt auf Anhieb das Rennen gegen seine vier Mitbewerber.

Für Ralph Matousek stimmten 29,1 Prozent der Bürger. Weit abgeschlagen waren die anderen Kandidaten. Martin Hellemann-Brenner bekam 8,6 Prozent. Für Arnd Oskar Beck votieren 5,1 Prozent. Bei Dauerkandidatin Fridi Miller machten 0,2 Prozent ihr Kreuz. Thomas Einfalt wird Nachfolger von Harry Brunnet, der nach 40 Jahren als Rathauschef der 4100-Einwohner-Gemeinde nicht mehr angetreten ist.

Kommentar

Klarer Sieg

Längst nicht alle haben bei der Bürgermeisterwahl in Hardthausen an diesem Wochenende mit einem Ergebnis gerechnet. Umso beeindruckender ist das, was Thomas Einfalt geschafft hat. 56,8 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang − und das bei zwei ebenso qualifizierten Bewerbern − ist ein beachtliches Ergebnis. Nur die Wahlbeteiligung hätte mit 64,6 Prozent noch höher sein können.

Was hat am Ende den Ausschlag gegeben? Thomas Einfalt hat in den vergangenen Wochen unermüdlich einen intensiven Wahlkampf betrieben. Jeden Tag war er in der Gemeinde unterwegs, hat das Gespräch gesucht, mit Bürgern und Verantwortlichen gleichermaßen. Er war der erste Kandidat, der seine Bewerbung im Rathaus abgab. Vielleicht hat dieser Vorsprung ihm zudem die ein oder andere Stimme gebracht. Manch einer unkte zwar, der Bachelor of Public Management sei mit seinen 29 Jahren zu jung. Die Mehrheit war anderer Ansicht. Warum auch, reiht sich Einfalt doch damit nahtlos in die Riege jung gewählter Bürgermeister von Beilstein bis Untereisesheim ein. Und nicht zu vergessen: Auch Harry Brunnet, 40 Jahre lang Bürgermeister der Gemeinde, trat sein Amt 1978 mit 27 Jahren an und war damals der jüngste Bürgermeister im Landkreis.

Thomas Einfalt hat im Wahlkampf gezeigt, was er in puncto Fachwissen und Erfahrung drauf hat. Hinzu kommt sicher eine ordentliche Portion Sympathiepunkte. Einfalt trat dynamisch auf und vermittelte glaubhaft, dass er anpacken kann.

Für die Gemeinde hat der 29-Jährige klare Ziele formuliert. Nun muss er beweisen, dass er sie auch umsetzen kann − gemeinsam mit Gemeinderat und Bürgern. Wenn es ihm gelingt, die Menschen einzubeziehen, dann stehen die Chancen für den neuen Bürgermeister von Hardthausen auch nicht schlecht, all jene hinter sich zu einen, die ihn nicht gewählt haben.

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julia.neuert@stimme.de