Gartenträume-Messe als Mini-Buga

Heilbronn  Beide Veranstaltungen in Heilbronn profitieren voneinander, der Übergang für Besucher ist fließend. Im Angebot: Rosensekt, Stauden, Seife, Deko.

Von Bärbel Kistner
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Bei den Gartenträumen findet Monika Blohmann genau das, was sie bei der Buga vermisst: Stände mit allerlei Produkten, die den Garten und das Zuhause schöner machen können: "Eine kleine Shoppingmeile fehlt mir dort." Umso mehr genießt die Dauerkarten-Besitzerin aus Heilbronn-Biberach den Gang über die Gartenmesse rund um das Eisstadion und an der Neckarmeile. "Toll, dass man mit der Buga-Karte nicht extra Eintritt bezahlen muss." Für Monika und Karl Blohmann passt das Event perfekt zur Bundesgartenschau.

Geschenk an Buga und Besucher

Dabei gab es bei der Heilbronn Marketing GmbH Überlegungen, die Gartenträume im Buga-Jahr ausfallen zu lassen. Doch dann siegte die Überzeugung: "Beide Veranstaltungen ergänzen sich und profitieren voneinander", sagt HMG-Chef Steffen Schoch. Dass Buga-Besucher, egal ob mit Dauerkarte oder Tagesticket, auch die Messe besuchen können, "ist unser Geschenk an die Buga und die Besucher. Einziger Nachteil: Wer von der Gartenmesse zur Gartenschau wechseln will, muss einen regulären Buga-Eingang benutzen.

Wegbereiter der Buga

Für Schoch gab es noch einen Grund, ausgerechnet die zehnte Auflage unbedingt stattfinden zu lassen: "Sonst läuft man Gefahr, gute Aussteller zu verlieren." Bis 2016 hieß die Veranstaltung Rosenmesse, und Schoch sieht darin sogar eine Art "floralen und geistigen" Wegbereiter der Buga. Als die Entscheidung pro Gartenschau fiel, kam aus dem Baudezernat die Anregung, die Heilbronner verstärkt auf das Thema Blumen aufmerksam zu machen. Bei der Stadtinitiative wurde das Konzept für eine Messe entwickelt. Damit wurde auch das wenig ansprechende Gelände entlang des Neckars aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Verwunschenen Ort entdecken

Beim Gang über die Gartenträume haben Buga-Besucher die Gelegenheit, das abseits gelegene, verwunschene und schattige Areal gegenüber der Experimenta zu entdecken. Der Bereich werde hoffentlich auch nach der Buga Teil der Stadtgestaltung, meint Schoch.

110 zum Teil neue Aussteller sind nach Heilbronn gekommen: "Wir haben bei den Anbietern mehr auf Qualität geachtet und auch manchen abgelehnt", betont Schoch. Pflanzen, Deko, Schmuck, Stoffe: Das Angebot ist breit. Inzwischen sieht die HMG das Event auf gleicher Ebene wie die Gartenmessen in Langenburg und Bad Rappenau - mit großem Einzugsgebiet. Das bringe auch mögliche Buga-Gäste.

Rosen und Stauden

2019 ist die Eishalle wieder Ausstellungsfläche - ideal, um der Hitze zu entfliehen. Extra wegen der Buga ist die Stauden- und Gehölzegärtnerei Häussermann dabei. Reinhold Schneider vom Rosenhof im Taubertal will vor allem seine Produkte in Heilbronn bekannt machen. Seit 20 Jahre kultiviert er Rosen in Demeter-Qualität. Daraus macht er Rosenmus, Rosenblütensaft und gemeinsam mit dem Heilbronner Ökowinzer Andreas Stutz Rosensekt mit Flaschengärung.


Info

Geöffnet am Samstag bis 20 Uhr, am Sonntag von 9 bis 18 Uhr. Eintritt regulär (ohne Buga-Ticket) 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder bis 12 Jahre und Menschen mit Behinderung Eintritt frei.


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