Für die jüdische Familie Kahn ist die Zigarre Teil ihrer Geschichte

Die Kahns und ihre Zigarre

Heilbronn  Früher Zigarrenfabrik, heute Kulturzentrum: Die Geschichte der Zigarre in Heilbronn lässt sich nicht ohne das Schicksal ihrer einstigen Inhaber erzählen. Sie mussten ihr Vermögen den Nazis überlassen und fliehen. Nun waren ihre Nachfahren aus den USA zu Besuch.


Für Heilbronn ist die Zigarre je nach Perspektive ein Baudenkmal oder ein Kulturzentrum. Für die Kahns ist jeder Quadratzentimeter Teil ihrer persönlichen Geschichte, auch wenn die drei Besucher aus Kalifornien selbst nie hier gelebt haben. "Opa", wie sie ihn bis zu seinem Tod vor knapp zwei Jahren nannten, schon: Otto Kahn ist hier aufgewachsen und feierte 1931 seine Bar Mizwa in der Heilbronner Synagoge, deren Vorsteher sein Onkel Anselm Kahn war. Zwei Jahre später kamen die Nazis