Frankenbahn-Pendler starten Petition

Region  Frankenbahn-Pendler haben eine Petition gestartet. Sie fordern damit, dass Kunden aus der Region in den Genuss von Entschädigungen kommen, die das Land nach den jüngsten Zugausfällen und Verspätungen in Aussicht gestellt hat.

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Frankenbahn-Pendler starten Petition
Das Land hat am Donnerstag angekündigt, dass von Störungen besonders betroffene Pendler mit einer Entschädigung rechnen können. Foto: HSt

"Wir fürchten, dass die Frankenbahn komplett zu kurz kommt", sagt Christian Schäuffele aus Erligheim (Landkreis Heilbronn), einer der Initiatoren der Petition. Mitstreiter kommen auch aus Kirchheim am Neckar. Sie suchen seit Donnerstag auf onlinepetition.de/frankenbahn Unterstützer, deren Zahl zunächst noch überschaubar blieb.

"Wir haben zunächst 2000 angepeilt", erklärt Schäuffele. Das offizielle Quorum liegt um mehr als das Zehnfache höher, letztlich gehe es aber darum, "Druck auszuüben".

Gewissheit gibt es erst im Frühsommer

Das Land hat am Donnerstag angekündigt, dass von Störungen besonders betroffene Pendler mit einer Entschädigung rechnen können. Maßgeblich soll dabei der Zeitraum von Juni 2019 bis Januar 2020. Bis Frühsommer will das Land Kriterien erarbeitet und Strecken identifiziert hat. Schäuffeles Befürchtung: Zum Zug kommen nur Linien, bei denen die Qualität seit dem Betreiberwechsel kräftig nachgelassen habe. "Auf der Frankenbahn war es aber vorher schon schlecht."

Pendler wollen Druck machen

Egal, wie die genaue Zahl der Unterzeichner ist. Die Petition soll auf jeden Fall beim entsprechenden Ausschuss des Landtags eingebracht werden. Falls das Land die Frankenbahn bei den Entschädigungen ohnehin berücksichtigt - umso besser, sagt Schäuffele. "Dann sind wir die Letzten, die sich beschweren."


Hettich

Alexander Hettich

Autor

Alexander Hettich ist stellvertretender Leiter der Regionalredaktion. Er arbeitet seit 2003 bei der Heilbronner Stimme, berichtet über Kommunalpolitik, Verkehr und den Kraichgau.

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