Feuerwehren in der Region erwarten „Sabine“

Region  Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreicht Orkan „Sabine“ die Region Heilbronn und Hohenlohe in der Nacht auf Montag bis Montagvormittag. Eltern können ihre Kinder vom Schulunterricht befreien lassen.

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Sturmtief «Sabine»: Touristen stemmen sich gegen die Windböen auf dem Brocken.

Seit einigen Tagen warnt der Deutsche Wetterdienst vor dem Sturmtief „Sabine“. Die Feuerwehren in der Region sind gerüstet. „Es gilt abzuwägen zwischen Panikmache und einer intelligenten Vorbereitung“, sagt Torsten Rönisch, Kreisbrandmeister des Hohenlohekreises am Sonntagmittag. Sturm „Sabine“ komme ja nicht überraschend, „wir sind vorbereitet“, sagt Jürgen Vogt, Sprecher der Heilbronner Berufsfeuerwehr, am Samstag.

Einsatzkräfte verfolgen Unwetterzellen am Bildschirm

Die Einsatzleitstellen verfügen über Wetter-Programme, mit denen sie verfolgen, wie sich die Unwetterzellen über Deutschland hinwegbewegen. Die Heilbronner Feuerwehr hält außerdem Kontakt zu den Leitstellen außerhalb der Region und informiert sich, wie sich die angekündigten Orkanböen auswirken. „Dementsprechend wird die Personalstärke hochgefahren“, kündigt Vogt an. Fahrzeuge und Material seien ohnehin stets einsatzbereit. Trotzdem werde vorsichtshalber ein weiteres Mal gecheckt, ob beispielsweise die Kettensägen getankt sind. Die zu erwartenden Schäden und Einsatzlagen skizziert Vogt folgendermaßen: Dächer werden abgedeckt, Bauzäune fliegen um, Äste brechen ab und Bäume fallen.

Appell: Bürger sollen Haus und Garten sichern

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreicht „Sabine“ mit Orkanböen den Süden Deutschlands in der Nacht auf Montag bis zum Montagvormittag. Mit Sturmböen sei bis in den Dienstag hinein zu rechnen. Los geht es bereits am Sonntagabend mit den ersten Sturmböen.

Torsten Rönisch mahnt Bürger, „nur im begründeten Notfall die 112 zu wählen“. Die Feuerwehren hätten die Aufgabe, sich um die schwerwiegenden Fälle zu kümmern, dazu gehöre nicht jedes abgebrochene Ästchen eines Baumes. Rönisch hat nach eigenen Angaben Kommandanten und die Stützpunktwehren in Öhringen, Künzelsau und Krautheim aufgefordert, die Unwetterwarnung und Informationen des Deutschen Wetterdienstes zu verfolgen. In großen Lagen werde außerdem darauf geachtet, dass die Kommunikationswege klug geschaltet seien. An die Bürger appelliert Rönisch, Vorkehrungen zu treffen wie etwa den Balkon freizuräumen, Dekorationen abzumontieren oder unbefestigte Gegenstände zu sichern.

Schüler müssen nicht in den Unterricht

Das Kultusministerium Baden-Württemberg gibt Hinweise für den Schulbesuch am Montag. Eltern und Erziehungsberechtigte können entscheiden, ob der Schulweg aufgrund der extremen Wetterlage für ihre Kinder zumutbar ist. Sie haben die Möglichkeit, ihre Kinder vom Unterricht befreien zu lassen. Die Schule sei allerdings in diesem Fall zu informieren.

Die Deutsche Bahn rechnet in ganz Deutschland mit erheblichen Zugausfällen. Sie rät Kunden, ihre Reisen zu verschieben. Eine kostenlose Hotline ist geschaltet, unter der sich Bahnfahrer über die aktuelle Lage und Auswirkungen auf den Schienenverkehr informieren können. Die Nummer lautet 08000 996633.


Durch den Orkan kann es möglicherweise zu Zustellverzögerungen der Heilbronner Stimme kommen. 


Heike Kinkopf

Heike Kinkopf

Reporterin

Heike Kinkopf ist Redakteurin im Reporterteam der Heilbronner Stimme. Diese Einheit berichtet über das tagesaktuelle Geschehen in der Region und kümmert sich um investigative Recherchen.

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