Feuer offenbar aus Frust gelegt

Kirchardt  Nach vier Brandstiftungen in Kirchardt sitzt ein 38 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft. Inzwischen gibt es erste Hinweise auf das Motiv des Beschuldigten.

Von Heike Kinkopf

Der Mann, der für vier Brandstiftungen am Dienstag vor einer Woche in Kirchardt verantwortlich sein soll, handelte offenbar aus einer Frustration heraus. Dies teilt Bettina Jörg, Sprecherin der Heilbronner Staatsanwaltschaft, auf Stimme-Anfrage mit. Außerdem soll der 38 Jahre alte Pole, der zurzeit in Kirchardt wohnt, zum Tatzeitpunkt nachts und auch am Morgen stark alkoholisiert gewesen sein. "Nach den bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte unter Alkoholeinfluss und aus Frust über seine Lebenssituation gehandelt hat", so Bettina Jörg.

 

 

Beschuldigter wollte andere nicht verletzten oder töten

Der Verdächtige ist Saisonarbeiter und lebt mit Kollegen in einem Haus an der Vorstadtstraße. Dort brannten zwischen 2.17 und 3.50 Uhr hintereinander ein Auto, ein Schuppen und eine Werkstatt. Am Morgen ging ein weiterer Wagen in Flammen auf. Der Schaden beträgt etwa 300 000 Euro. Zurzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der mutmaßliche Täter alleine handelte. Seine Vorgehensweise lässt Jörg zufolge nicht darauf schließen, dass er gezielt Menschen töten wollte.


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