Erlenbacher Weinfest ist gestartet

Erlenbach  Fast alles so schön wie immer bei der Eröffnung des Erlenbacher Weinfests am Freitag. Doch eine Sache ist anders. Neben Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Festvereins steht eine Hoheit auf der Bühne, die Württemberger Weinprinzessin.

Von Vanessa Müller
Erlenbacher Weinfest ist gestartet
Während die Hoheit Kayberg Riesling trinkt, eröffnen Uwe Mosthaf (r.) und Florian Diefenbach das Fest mit dem symbolischen Schluck Roten aus dem Römer. Foto: Veigel

Die Fahne mit der Aufschrift "Arbeit, Wein, Gesang" flattert sanft im Abendwind, der Duft von Peterlingkuchen hängt in der Luft - und das erste Viertele schmeckt auch schon wieder gut. Fast alles so schön wie immer bei der Eröffnung des Erlenbacher Weinfests am Freitagabend.

Doch halt, eine Sache ist anders. Neben Bürgermeister Uwe Mosthaf und dem Vorsitzenden des Festvereins, Florian Diefenbach, steht eine echte Hoheit auf der Bühne. Franziska Fischer ist nämlich nicht nur Württemberger Weinprinzessin, sondern auch gebürtige Erlenbacherin.

Riesling und Roter

Wegen ihres Amtes werde sie ständig gefragt, ob sie einen Chauffeur besitze, erzählt die Weinprinzessin. "In meinen ersten drei Lebensjahren in Erlenbach hatte ich einen", fügt sie schmunzelnd hinzu. "Meinen Vater, während ich im Kinderwagen saß." Schon lange habe sie einen Kayberg Riesling probieren wollen. "Der hat ausdrucksstarke Aromen und gibt richtig Power. Die werden wir brauchen in den kommenden vier Tagen." Denn noch bis Montag wird auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Gassen gefeiert.

Kein Wunder, dass sie den trockenen Weißen im Glas hat, während Mosthaf und Diefenbach das Fest mit einem tiefen Schluck vom Roten aus dem Römer eröffnen. Anschließend wandert das große Weinglas in die Reihen des Musikvereins. Um Punkt 18 Uhr hatte der mit dem "Erlenbacher Weinfestmarsch" den Startschuss für das bunte Treiben gegeben.

Rund 650 ehrenamtliche Helfer im Einsatz 

Diefenbach kündigt für Samstag gegen 17.30 Uhr den Besuch der württembergischen Weinkönigin Julia Böcklen an. Rund 650 ehrenamtliche Helfer seien im Einsatz, um das Weinfest möglich zu machen, lobt er die Ehrenamtlichen. Zwölf Vereine und vier Privatbewirtschafter sorgen für die Bewirtung, 16 Kapellen bieten Blasmusik.

Von der Stimmung anstecken lassen

"Man soll die Feste feiern, wie sie fallen", bekräftigt Mosthaf. "Ganz besonders, wenn es dabei um Erlenbach geht." Alles sei vorbereitet, damit die Besucher sich rundum wohlfühlen können. "Ich wünsche allen Gästen eine gute Kondition. Lassen Sie sich begeistern von der guten Stimmung hier bei uns." Zum Abschluss hat er wie immer einen Spruch auf Lager: "Der größte Feind des Menschen wohl, das ist und bleibt der Alkohol. Doch in der Bibel steht geschrieben, du sollst auch deine Feinde lieben."

Diesen Gedanken hat auch eine Gruppe auswärtiger Besucher, die gerade in ihre Unterkunft eincheckt. Wann man gemeinsam zum Fest marschiert? "Koffer rein und los!", ist die einhellige Meinung.

 


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