Erlebnispark Tripsdrill baut zwei neue Achterbahnen

Cleebronn  "Schwäbsche Eisebahne" und "Sieben Schwaben" stehen Pate: Tripsdrill gibt das Themenkonzept für die neue Doppel-Achterbahn bekannt. Größte Einzelinvestition in der 90-jährigen Geschichte des Erlebnisparks.

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Mit Volldampf und Hals über Kopf

Großbaustelle auf 1,2 Hektar: Junior-Chef Benjamin Fischer freut sich schon auf den "Rasanten Fahrspaß im Doppelpack" in der Saison 2020. Der genaue Einweihungstermin steht noch nicht fest.

Fotos: Andreas Veigel

Das Geheimnis ist gelüftet: Die beiden neuen Achterbahnen in Tripsdrill heißen "Volldampf" und "Hals über Kopf". Der Aufbau auf dem 1,2 Hektar großen Gelände neben dem Haupteingang ist in vollem Gange. Ein erster Streckenabschnitt steht bereits. "Das wird nicht nur ein rasanter Fahrspaß im Doppelpack, sondern ein emotionales Gesamterlebnis", versprach Junior-Chef Benjamin Fischer bei einer Pressekonferenz auf der Baustelle. Denn wie alle Attraktionen im Erlebnispark erzählen auch die beiden Neuzugänge Geschichten aus dem Ländle: von der "Schwäbsche Eisebahne" und den "Sieben Schwaben".

Seit rund vier Jahren laufen die Vorbereitungen für "das größte Bauwerk und die größte Einzelinvestition in der 90-jährigen Geschichte von Tripsdrill", so Fischer. Hersteller ist die niederländische Firma Vekoma, die unter anderem für Disney und Universal arbeitet.

Nervenkitzel auf 800-Meter-Strecke 

Tripsdrill gibt mit dieser Visualisierung einen Vorgeschmack auf die neue Doppelattraktion: Die Hängeachterbahn „Hals über Kopf“ und die Familienachterbahn „Volldampf“. Foto: Tripsdrill

Die neue Attraktion ist in doppelter Hinsicht eine Weltneuheit: Die Streckenverläufe der beiden Achterbahnen kreuzen sich mehrfach. Und die größere ist der Prototyp des "Suspended Thrill Coaster". Für alle, die Nervenkitzel lieben, ist diese Hängeachterbahn genau das Richtige. Auf 800-Meter-Strecke hält sie vier Überschläge parat. Und das bei einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometer und einer Höhe von 30 Metern.

"Hals über Kopf" eben, genau so, wie sich die "Sieben Schwaben" auf die Suche nach dem Ungeheuer am Bodensee gestürzt haben, das sich am Ende als harmloser Hase entpuppte.

Dampflock im Rückwärtsgang

Familientauglicher ist die zweite Achterbahn vom Typ "Boomerang". Bei ihrer Gestaltung hat sich die Familie Fischer von einem der bekanntesten schwäbischen Volkslieder inspirieren lassen: "Auf de Schwäbsche Eisebahne". Aber ganz so gemächlich wie das Bäuerle auf seiner berühmten Fahrt von Stuttgart bis Durlesbach werden es die Besucher dann doch nicht haben: Im Wagen im Stil einer Dampflokomotive aus dem 19. Jahrhundert geht es mit der "Volldampf" auf 500 Metern und einer Geschwindigkeit bis zu 60 Stundenkilometer rauf auf 22 Meter Höhe. Nicht nur vorwärts, sondern auch im Rückwärtsschuss bergab.

"Wir haben die Strecke der ,Schwäbsche Eisenbahne" fiktiv von Stuttgart bis Tripsdrill erweitert. Und schließlich wird Tripsdrill auch Trulla genannt", erklärte Benjamin Fischer mit Blick auf den Refrain "Trulla, trulla, trullala." Passend dazu gibt es einen historischen Bahnhof als Wartestation.

Mit Volldampf und Hals über Kopf

180 Tonnen Baustahl werden für die beiden Achterbahnen verarbeitet. "So viel wie für 18 Einfamilienhäuser mit Keller", veranschaulichte Fischer. Das größte von insgesamt 229 Betonfundamenten wird 135 Quadratmeter groß und wiegt 500 Tonnen.

Mit dem Bau der Doppel-Attraktion soll künftig auch der Besucherfluss umgelenkt werden: Viele zieht es bisher direkt zu den Achterbahnen "Mammut" und "Karacho" im hinteren Teil des Parks.

 

Claudia Kostner

Claudia Kostner

Autorin

Claudia Kostner ist seit 1996 Redakteurin der Heilbronner Stimme. Der gebürtigen Heilbronnerin liegt die Region am Herzen. Sie berichtet hauptsächlich aus Zabergäu und Leintal, aber auch über die Volkshochschule Unterland.

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