Entschädigung für Frankenbahn-Pendler

Region/Stuttgart  Bahnkunden auf der Frankenbahn erhalten eine Entschädigung für Zugausfälle und Verspätungen. Das gab das Verkehrsministerium am Freitag bekannt. Inhaber einer Jahreskarte bekommen demnach unter bestimmten Voraussetzungen eine Monatsrate zurück.

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Die Entschädigung hatte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bereits im Februar angekündigt. Unklar war bis zuletzt, welche Strecken damit gemeint sind. Jetzt steht fest: Auch der Abschnitt Stuttgart-Heilbronn-Würzburg gehört zu jenen zehn Linien,  auf denen Stammkunden mit einer Entschädigung rechnen können. Das hatte Minister Hermann Mitte März im Interview mit stimme.de angedeutet. Bahnkunden hatten eine Online-Petition gestartet, damit auch die Frankenbahn einbezogen wird.
 
„Entschädigt werden Fahrgäste, die von Schlechtleistungen im regionalen Bahnverkehr zwischen Juli 2019 und Januar 2020 betroffen waren“, präzisiert das Ministerium in einer Mitteilung am Freitag. Geplant ist demnach eine Entschädigung für Jahreskarteninhaber „in Höhe eines Monatskartentickets beziehungsweise einer Monatsrate für ein Abonnement für die betroffenen Streckenabschnitte“.
 
Auszahlungen ab Juni

Entschädigungen sollen ab Juni ausbezahlt werden. Kunden sollen Anträge über ein Online-Portal stellen können. Laut Ministerium laufen nach wie vor Verhandlungen mit den Eisenbahnunternehmen, wie die Zahlungen aufgeteilt werden. Dass noch keine Einigung erzielt ist, hatte Hermann im stimme.de-Interview als „ärgerlich“ bezeichnet. Die Eisenbahnunternehmen seien „Verursacher des Problems“.
 
Auf der Frankenbahn häuften sich Verspätungen, Zugausfälle und Kapazitätsengpässe, seit Go-Ahead und Abellio im Dezember den Service von der Deutschen Bahn übernommen haben. Beide Unternehmen hatten mit Lieferproblemen ihrer Zughersteller zu kämpfen.


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