Earth Hour: Am Samstag gingen in vielen Städten die Lichter aus

Region  Weltweit und auch in der Region gingen am Samstag um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter ausgehen. Die Umweltorganisation World Wildlife Fund for Nature (WWF) hat die Aktion „Earth Hour“ angestoßen, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen.

Von unserer Redaktion

Auch dieses Jahr sollen wieder Tausende Städte und Gemeinden in über 180 Ländern der Welt an der Aktion teilnehmen. Foto: dpa

In Neckarsulm schaltete die Stadt zur „Earth Hour“ die Außenbeleuchtung am Deutschen Zweirad- und NSU-Museum im Deutschordensschloss einschließlich Schlossturm und Museumsstuben sowie die Außenstrahler an der Stadtpfarrkirche St. Dionysius ab. In Heilbronn blieb das Landratsamt im Dunklen.

Die Stadt Weinsberg beteiligte sich ebenfalls an der Aktion. Die gewohnte Beleuchtung des Burgbergs, der Johanneskirche sowie des Wachturms blieben im Einvernehmen mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Justinus-Kerner und Frauenverein im Dunkeln. 

Auch in Ilsfeld, Langenbrettach und Neuenstadt ging bei einigen Sehenswürdigkeiten das Licht aus, auch die Silhouettenbeleuchtung in Bad Wimpfen oder Strahler am Schloss Horneck in Gundelsheim. In Untereisesheim fand in der Bücherei eine Lesung bei Kerzenschein statt. 

Weiterlesen: Der WWF listet auf, welche Kommunen sich an der Aktion beteiligen

Regionaler Ableger in Hohenlohe

Zwischen 20.30 und 21.30 Uhr wurde im Hohenlohekreis ein Zeichen für den Schutz der Umwelt und des Klimas gesetzt, indem unnötige Beleuchtungen ausgeschaltet werden. Parallel zur „Earth Hour“ hat die Firma geff aus Waldenburg den regionalen Ableger „Hohenlohe macht’s Licht aus“ ins Leben gerufen. „2017 machten über 20 Firmen mit, darunter einige Weltmarktführer, zwei Banken, das Berufskolleg Waldenburg und die Hochschulstandorte in Künzelsau und Schwäbisch Hall“, heißt es in einer Pressemitteilung. Viele von ihnen waren auch 2018 wieder dabei.

Erstmals 2018 nahmen die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Firma Optima und der Adolf Würth Airport (beide Schwäbisch Hall) sowie die Spedition Metzger (Neu-Kupfer) teil. Die Städte Waldenburg, Künzelsau und Ingelfingen löschten zum zweiten Mal unnötige Lichter, die Gemeinde Zweiflingen stieß ebenfalls neu dazu. 

Mit einem Aufruf an alle Mitarbeiter der Kreisverwaltung unterstützte der Hohenlohekreis die Aktion in diesem Jahr. Man habe aber keine keine Gebäude, die nachts beleuchtet würden oder in denen spät abends noch Licht brenne. Landrat Matthias Neth hat deshalb in einem Mitarbeiterbrief seine rund 900 Beschäftigten aufgerufen, die Aktion zuhause zu unterstützen. „Es gibt viele Möglichkeiten, im Alltag Energie einzusparen und aktiven Klimaschutz zu betreiben. Oft mit ganz einfachen Mitteln oder wenigen Handgriffen. Wenn jeder von Ihnen die Aktion unterstützt und eine Stunde das Licht ausschaltet, setzen wir als Landkreisverwaltung gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz“. 

 

 Bürger könnten bei Klimaschutz-Aktion viel Strom sparen

Würden alle Haushalte in Deutschland an diesem Samstag bei der Klimaschutz-Aktion „Earth Hour“ mitmachen, könnten sie rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen. Das hat der Energiekonzern Eon errechnet. Der eingesparte Strom entspreche dem Jahresverbrauch von 14 Krankenhäusern. Falls in den Wohnungen eine Stunde lang alle Lichter und elektrischen Geräte ausgingen, würde der Ausstoß von rund 10.600 Tonnen des Klimagases CO2 vermieden.

In Deutschland haben sich laut WWF mehr als 360 Städte für die Aktion angemeldet - unter anderem sollen das Brandenburger Tor in Berlin, die Frankfurter Skyline, die Münchner Frauenkirche und der Kölner Dom eine Stunde lang dunkel bleiben.

>>Infos zur „Earth Hour“ auf der Webseite des WWF 


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