Der Zweitplatzierte steht auf der Festivalbühne

Bad Rappenau  Weil der Sieger des Blacksheep-Bandwettbewerbs beim Festival im Juni keine Zeit hat, tritt Shorty aus Bad Wimpfen im Juni in Bonfeld auf.

Von Sandra Andres

Der Zweitplatzierte steht auf der Festivalbühne
Die Band Shorty aus Bad Wimpfen kann sich freuen: Der zweite Platz beim Nachwuchswettbewerb hat ihnen zum Festival-Auftritt verholfen. Foto: Sandra Andrés  

Nach einem Jahr kreativer Pause standen Stowaway wieder live auf der Bühne. Die Gruppe hat am Samstagabend den Auftakt des Bandwettbewerbs der Bonfelder Kulturinitiative Blacksheep bestritten. Vier Bands haben sich für den Förch-Nachwuchsförderpreis in der Bislandhalle präsentiert, der Gewinner sollte beim Blacksheep Festival am 9. Juni auftreten. Da die Sieger, die Band Trails aus München, an diesem Abend jedoch schon einen anderen Termin haben, werden die Zweitplatzierten auf der Bonfelder Bühne stehen: Shorty aus Bad Wimpfen spielen im Juni gemeinsam mit Gotthard, Passenger und den Mighty Oaks.

Den Auftakt beim Bandwettbewerb machte Stowaway. Die vier Stuttgarter präsentierten eingängige Lieder mit stetigen Beats auf klassischen Rock-Instrumenten: E-Gitarre, Bass, Schlagzeug. Die zweite Band des Abends, Shorty, wurde anschließend mit einem Riesenapplaus empfangen. Vom ersten Moment an packten die Wimpfener ihre Zuhörer, ließen sie nachsingen und erzählten Geschichten hinter den Liedern. Statt eines Schlagzeuges gab es ein Cajón, außerdem war ein Geiger dabei.

Publikum fordert Zugabe

Die markante Stimme von Sänger Julian Pförtner wurde begleitet von komplexen Melodien und stimmigen Harmonien. Dabei standen die Musiker an diesem Abend zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne. "Wir spielen erst seit drei Monaten so zusammen", erklärte Pförtner. Zuvor war der Bad Wimpfener alleine erfolgreich, beim Heilbronner Musiktalent belegte er den ersten Platz. Shorty machen genau die Musik, die man an einem sommerlichen Festivalnachmittag hören will. Auch beim Bandcontest rief das Publikum nach einer Zugabe.

Ebenfalls mit akustischer Gitarre unterwegs war Moe. Die Bielefelder schlugen rockigere Töne an und nutzten dabei eher unüblichere Instrumente wie das Akkorden. "Das stand bei meiner Mutter rum", erzählte Sänger Moritz Herrmann. "Ich dachte, das kann man nutzen." Stimmlich kräftig und musikalisch versiert, merkte man den vier Musikern ihre Erfahrung an. Den Abschluss machte die Gruppe Trails, die mit schwarzen Hüten, einheitlichen Schuhen, engen Jeans und Lederjacken auf die Bühne kamen. Akustisch hatten die Münchner härtere Töne im Gepäck. Mit einer spannenden Kombination aus Banjo, E-Gitarre und Kontrabass gaben die fünf Musiker von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas und brachten Bewegung auf die Bühne.

Sieger treten bereits auf anderem Festival auf

Das letzte Lied jedoch spielten sie mitten im Publikum und zeigten so, dass sie auch a capella einiges drauf haben. Gerade waren sie in Texas unterwegs, spielten dort in Bars und auf Festivals und haben eine CD aufgenommen. Beim Bonfelder Wettbewerb wurden die Münchner zu Siegern gekürt. Am Festivalwochenende haben sie allerdings bereits einen anderen Auftritt zugesagt.

Immerhin nahmen sie am Samstag einen Pokal mit nach Hause und werden im Juli bei "Viel & Draußen" in Heilbronn auftreten.