Buga macht besondere Angebote für Kinder und Jugendliche

Heilbronn  Es wird bunt auf der Bundesgartschau, und zwar für alle Generationen. Im bunten Klassenzimmer werden ab April 2019 mehr als 1300 Veranstaltungen für Kindergärten und Schulen angeboten. Die Anmeldung für Gruppen beginnt im September.

Von Tanja Ochs

Buga macht besondere Angebote für Kinder und Jugendliche
Bei der Bundesgartenschau in Heilbronn soll es Angebote für alle Generationen geben. Auf Kinder warten unter anderem Kletterfelsen, Wasserspielplatz und ein buntes Klassenzimmer. Visualisierung: Buga Heilbronn

 

Für Kindergartenkinder und Schüler wird im sogenannten Inzwischenland sogar ein buntes Klassenzimmer angelegt. 1300 Veranstaltungen haben die Verantwortlichen dort und auf dem restlichen Gelände geplant. "Es werden noch welche hinzukommen", verspricht Michaela Ruof, Leiterin der Abteilung Veranstaltungen und Kultur bei der Buga GmbH. Im September erscheint ein Programmheft, dann können sich Schulklassen und Kindergartengruppen für einzelne Punkte anmelden.

Zwischen Pappeln in einem der Bereiche des Inzwischenlandes soll das bunte Klassenzimmer eingerichtet werden, nicht für Frontalunterricht, sondern locker gestaltet mit Sitzgelegenheiten, Tischen und einer Arbeitsplatte, erklärt Michaela Ruof. Kinder und Jugendliche sollen während der Bundesgartenschau ganz praktisch Natur, Kunst oder Technik erleben, Vorträge oder Workshops zu verschiedenen Themen besuchen und dabei mit allen Sinnen Zusammenhänge erkennen. Nicht alle Veranstaltungen werden im Klassenzimmer stattfinden, Angebote werden überall auf dem Gelände gemacht, da die Buga GmbH ihre Partner eingebunden hat. Auf dem Stundenplan stehen neben Nachhaltigkeit auch Architektur, Stadtentwicklung, Ernährung, Kunst, Kultur, Technik und Umwelt.

Themen altersgerecht vermitteln

Auch die jüngsten Besucher sollen "etwas mitnehmen", sagt Michaela Ruof. "Die Themen werden altersgerecht vermittelt", erklärt sie. So könnten die Gruppen "etwas ganz Besonderes erleben". Die Termine sind wochentags zwischen dem 23. April und 2. Oktober 2019 jeweils von 9.30 bis 11 Uhr und von 11.30 bis 13 Uhr sowie außer freitags von 14 bis 15.30 Uhr. Clara Bartke und Katharina Wiemer kümmern sich um das Angebot für die jungen Gäste, das in verschiedene Themenbereiche unterteilt und altersspezifisch aufgebaut ist. "Das hat einen hohen Stellenwert", erklärt Michaela Ruof. Ganz bewusst habe man deshalb zwei Kolleginnen in diesem Bereich eingesetzt.

Heilbronner Kinder könnten so einen Bezug zu ihrer Stadt aufbauen und sehen, wie sie sich verändert. Darüber hinaus gebe es einen pädagogischen Auftrag, um nachhaltige Entwicklung zu vermitteln, so Ruof. Gleichzeitig seien Kinder Multiplikatoren, die vielleicht Eltern, Verwandte oder Freunde zu einem Besuch auf dem Gelände animieren.

Wer möchte, kann mehrmals kommen

Kinder aus der Stadt und dem Landkreis und darüber hinaus können das bunte Klassenzimmer besuchen - gerne auch mehrmals. Die Programmhefte gehen an alle Schulen und Kindergärten der Region, aber beispielsweise auch nach Würzburg und Landau, wo die Kinder bereits Gartenschauerfahrung haben. Gruppen zahlen 15 Euro Eintritt und können auch nach dem Programm noch auf dem Gelände bleiben. "Das ist sogar so gewünscht", erklärt die Veranstaltungsleiterin. Nicht nur Kletterwand und Wasserspielplatz seien gute Gründe, länger zu bleiben.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Ein pädagogisches Begleitprogramm ist bei Gartenschauen üblich. Auch die Heilbronner Organisatoren der Buga wollen auf diesem Weg alle Generationen einbinden. Bei den Anmeldungen für das bunte Klassenzimmer gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag. Deshalb lohnt es sich, schon vor der Eröffnung das Programm in Augenschein zu nehmen. Die Angebote der Buga für Schulen und Kindergärten sind ab September auch online zu finden.

 

Grundschüler lernen das Buga-Gelände kennen

Schon jetzt sind Heilbronner Grundschüler regelmäßig auf dem Gelände der Bundesgartenschau unterwegs. 75 Buga-Kids werfen seit September einmal im Monat einen Blick hinter die Kulissen und sind "mit Feuereifer dabei", wie Veranstaltungsleiterin Michaela Ruof erzählt.

Die Schüler sind in fünf Arbeitsgruppen eingeteilt. Die Wasserratten beispielsweise haben untersucht, was am und im Neckar lebt, die Spaßentwickler trugen Spielplatzideen zusammen, und die Naturforscher nahmen Flora und Fauna unter ihre Lupen. Außerdem gibt es noch Entdecker und Reporter. Zuletzt haben die Schüler eine eigene Führung über das Gelände entwickelt.