Blacksheep-Festival: Roadstring Army gewinnt Band-Wettbewerb

Bad Rappenau  Die Kulturinitiative Blacksheep aus Bad Rappenau-Bonfeld bietet Nachwuchsbands eine Chance: Beim Wettbewerb geht es um einen Auftritt beim großen Festival, das der Verein Ende Juni wieder ausrichtet. Eine Ulmer Band gewinnt.

Von Simon Gajer

Die Ulmer Musiker von Roadstring Army eröffnen beim sechsten Blacksheep-Festival in Bonfeld den Samstag: Die Band hat mit ihrem Akustik-Rock-Pop-Stil den Nachwuchswettbewerb der Kulturinitiative knapp gewonnen. Vier unterschiedliche Formationen, härterer Rock war genauso zu erleben wie fröhlicher Indie-Pop, haben sich dem Votum der Jury und dem Publikum gestellt.

Allerdings waren nur gut 200 Zuschauer in die Bislandhalle des Bad Rappenauer Teilorts gekommen, mehr Gäste hätten die Musiker und die Veranstalter verdient - sie boten eine professionelle Bühne, sehr gute Bands. Überraschenderweise blieben an diesem Abend, trotz freiem Eintritt, gerade auch jene fern, an die sich der Wettbewerb vor allem richtet: jüngere.

Jury bewertet drei Kategorien

Blacksheep-Festival: Roadstring Army gewinnt Band-Wettbewerb

Sänger und Gitarrist mit Holzsaxofon: Sebastian Seliger von Roadstring Army. Die Band gewinnt den Wettbewerb spielt beim Blacksheep-Festival.

Foto: Michaela Keicher

Knapp 30 Minuten: So viel Zeit haben die Musiker, um für sich zu werben. Die Jury vergibt Punkte in drei Kategorien, auch die Bühnenshow wird bewertet. Und gerade hierin liegen die feinen Unterschiede: Ruhigere Bands präsentieren sich ebenso wie solche, die auf der Bühne sehr präsent sind. Als erstes tritt Stereogold auf, sehr zur Freude der Kölner Gruppe. "Das ist gut, dann ist die Aufregung schnell vorbei", meint Sänger Niclas Arbter. Der Abend begeistert die vier Jungs. "Wirklich verlieren kann man hier nicht", meint Bassist Lars Niessen.

Die meisten Fans bringt Neeve nach Bonfeld mit. Die Truppe bezeichnet sich je nach Region, in der sie auftritt, als Band aus der Nähe von Stuttgart oder Heilbronn, der Proberaum liegt in Weinsberg, und Sänger Felix Seyboth wohnt in Obersulm. "Mega cool", meint er, sei der Band-Wettbewerb. "Es ist schön, weil es in der Region sonst wenig in dieser Richtung gibt."

Eine regionale Band ist dabei

Die vier Jungs, zwei Brüder-Paare, die Cousins sind, musizieren schon seit klein auf zusammen, das große Festival im Schlosspark kennen sie. "So ein schönes, alternatives Pop-Rock-Festival unterstützen wir gern."

Am Ende liegen jene Musiker vorn, die als letztes die Blacksheep-Zusage zum Band-Wettbewerb bekommen haben. Roadstring Army-Sänger Sebastian Seliger freute sich sehr: "Wir sind hier nicht mit der Erwartung hergekommen, als Sieger vom Platz zu gehen. Jetzt werden wir so lange und so hart proben, dass wir beim Blacksheep-Festival eine noch coolere Show abliefern werden." Doch das Ergebnis war knapp: Neeve hatte ihren Heimvorteil genutzt und sich als Publikumsliebling auf Platz zwei positioniert.

Auch die Besucher wissen den Wettbewerb zu schätzen. Alle Bands wären etwas fürs Blacksheep-Festival, die Musik passe, findet die Gruppe mit Carolin Kühn und den Geschwistern Lena und Tobias Hähnle. "Das Festival hat ja auch eine breite Range", sagt Carolin Kühn.


Das Festival

Das sechste Blacksheep-Festival findet von Donnerstag bis Samstag, 27. bis 29. Juni, im Schlosshof und im Schlosspark des Bad Rappenauer Teilorts statt. Für den Eröffnungsabend gibt es nach Angaben der Kulturinitiative nur noch wenige Karten. Alle Details zum Dreitagesspektakel: www.blacksheep-kultur.de.

 


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