Bernhard Lasotta im Alter von 49 Jahren gestorben

Region  Mit 49 Jahren ist der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Lasotta aus Bad Wimpfen gestorben. Er war schwer krank. Lasotta war verheiratet und hinterlässt zwei Kinder.

Von Reto Bosch

Bernhard Lasotta engagierte sich jahrelang in der Politik. Foto: Archiv/Veigel

Nach schwerer Krankheit ist am Freitagabend der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Bernhard Lasotta aus Bad Wimpfen gestorben. Das hat die Heilbronner Stimme aus dem Umfeld der Familie erfahren.

Bernhard Lasotta wurde 49 Jahre alt, nächste Woche hätte er seinen 50. Geburtstag gefeiert. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder im Teenager-Alter. Seit 2001 engagierte sich der CDU-Politiker im Landtag, viele Jahre war er als Kommunalpolitiker aktiv, zuletzt im Kreistag Heilbronn. Zwölf Jahre lang führte Bernhard Lasotta auch den CDU-Kreisverband Heilbronn.

Ihm war stets wichtig, parallel zu politischen Arbeit auch einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Seit 1999 arbeitete er als Assistenzarzt in der Anästhesie bei den SLK-Kliniken Heilbronn. Zu seinen Leitsprüchen, die er selbst mit Leben erfüllte, gehörte: „Demokratie heißt, Verantwortung zu übernehmen“.

Bestürzung bei langjährigem Weggefährten 

„Wir sind zutiefst bestürzt über den allzu frühen Tod unseres Ehrenkreisvorsitzenden Dr. Bernhard Lasotta“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Alexander Throm der Heilbronner Stimme. „Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau und seinen Kindern.“

Bernhard Lasotta sei eine herausragende politische Persönlichkeit gewesen mit großer Sachkompetenz, Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen und einer gefestigten inneren Überzeugung, die auf seinem christlichen Glauben beruhte. Lasotta habe über viele Jahre mit großer Leidenschaft seinen Wahlkreis Neckarsulm vertreten und viel für die Menschen und Gemeinden erreicht. Dabei sei es ihm eine besondere Gabe gewesen, Menschen für sich zu gewinnen.

Die CDU habe  er als Kreisvorsitzender politisch und organisatorisch modernisiert. „Mit Bernhard Lasotta verlieren wir einen langjährigen Weggefährten und Freund.“

Lasotta stand mitten im Leben

„Dr. Bernhard Lasotta hat sich als Arzt und in der Kommunal- und Landespolitik für die Menschen unseres Landkreises eingesetzt", sagte Landrat Detlef Piepenburg unserer Redaktion. Er sei ein aufrechter Demokrat gewesen, der seine Meinung und Überzeugung konsequent vertreten hat. „Ich habe gerne mit ihm zusammengearbeitet und den kurzen Draht zu ihm sehr geschätzt.“ Der Kreistag verliere einen wichtigen Mitstreiter, er hinterlasse eine große Lücke. „Sein viel zu früher Tod macht mich betroffen und traurig.“

„Die Nachricht vom Tod Dr. Bernhard Lasottas schockiert. Ich bin tief betroffen und meine Gedanken sind bei seiner Familie“, erklärte baden-württembergs Justizminister Guido Wolf. Baden-Württemberg habe einen hervorragenden Politiker und feinen Menschen verloren. „Bernhard Lasotta wird fehlen als herausragender Rechtspolitiker, als höchst engagierter Streiter für den Justizvollzug und mir persönlich als Freund.“

Ein aufrechter Demokrat

Lasotta sei ein Politiker gewesen, wie es leider zu wenige gibt. Einer, der auch neben der Politik mit seinem zweiten Beruf als Arzt mitten im Leben stand. „In der Justizpolitik des Landes hat er sich als gelernter Mediziner unter lauter Volljuristen einen exzellenten Ruf erworben und parteiübergreifende Anerkennung genossen“, sagte Wolf weiter. Viele Verbesserungen im baden-württembergischen Strafvollzug gingen auf seine Ideen zurück.

„Obwohl ich um die Schwere seiner Krankheit wusste, bestürzt mich der Tod meines geschätzten Wahlkreiskollegen Bernhard Lasotta sehr“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Gall aus Obersulm.  „Wir haben uns zwar für unsere politischen Ansichten engagiert, waren aber, wenn es um die Interessen unseres Wahlkreises ging, kollegial und gemeinsam unterwegs.“ 


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