Bau von GKN II: Anzeige gegen EnBW

Neckarwestheim  Gegen die EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) ist Strafanzeige wegen des angeblichen „rechtswidrigen Betriebes“ von GKN II eingereicht worden. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn bestätigt den Eingang einer Anzeige und weist darauf hin, dass nun geklärt werde, ob überhaupt ein Anfangsverdacht vorliegt.

Von Reto Bosch
Email

Der Anzeigeerstatter erklärt, beim Bau des Kernkraftwerks sei von den genehmigten Bauplänen abgewichen worden. Daraus ergebe sich eine Gefährdung für Anwohner und Umwelt. Konkret geht es um die Stahlbetonbewehrung, die fehlerhaft ausgeführt worden sei. Teilweise sei der Bewehrungsstahl nicht mit Muffen verbunden worden.

Umweltministerium sind keine Abweichungen bekannt

Das Landesumweltministerium erklärt auf Stimme-Anfrage, dass sich der Anzeigeerstatter schon mehrfach gemeldet habe. Die Vorwürfe seien daraufhin untersucht worden, zum Teil unter Mitarbeit von Sachverständigen. „Dem Umweltministerium sind keine Abweichungen von den genehmigten Plänen mit sicherheitstechnischer Bedeutung bekannt“, sagte ein Sprecher.

Bei der Errichtung von GKN II habe es eine strikte behördliche Bauüberwachung gegeben. Dem Ministerium liege eine Bestätigung der damaligen Bauüberwachungsbehörde vor, dass die Anlage korrekt errichtet wurde.

Die EnBW betont auf Anfrage ebenfalls, dass GKN II sehr wohl auf der Grundlage der erteilten Genehmigungen gebaut wurde.

 

Zwei Reaktoren, Transporte und viele Proteste - eine Chronologie

 

 

 

 


Kommentar hinzufügen