Aufkeimender Antisemitismus macht Ortshistoriker fassungslos

Aufkeimender Antisemitismus macht Ortshistoriker Martin Ritter fassungslos: "Viele Menschen lernen nichts aus der Geschichte"
Martin Ritter vor dem Toraschrein im Beetsaal. Dieses Motiv ziert den Einband seines jüngsten von fünf Büchern über die jüdische Geschichte. Foto: Christiana Kunz   Bild: Kunz, Christiana

Obersulm  Martin Ritter aus Affaltrach hat 30 Jahre lang zur jüdischen Geschichte in seiner Heimatgemeinde geforscht. Er stellt fest: "Viele Menschen lernen nichts aus der Geschichte."


Es ist eine besondere Ehrung, die Martin Ritter zuteil geworden ist. Für sein Lebenswerk haben ihn die Israelitische Religionsgemeinschaft (IRGW) und der Landtag von Baden-Württemberg mit der Oppenheimer-Medaille ausgezeichnet. Damit wurde die Leistung des 84-Jährigen gewürdigt, der die Geschichte jüdischen Lebens in Obersulm erforscht hat. Dass sich Fremdenfeindlichkeit wieder in Gesellschaft in Deutschland breit macht, macht den Affaltracher fassungslos.   Herr Ritter, Sie kämpfen