800 Einwendungen gegen Rückbau von GKN II

Neckarwestheim  Unter dem Protest von Atomkraftgegnern hat am Dienstagvormittag der Erörterungstermin zum Abbau des Kernkraftwerks GKN II begonnen.

Von Reto Bosch
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Atomgegner demonstrieren in Neckarwestheim. Foto: Reto Bosch

Mehrere Tage lang werden rund 800 Einwendungen gegen die Rückbaupläne diskutiert. Die Arbeitsgemeinschaft Atomerbe Neckarwestheim kritisierte, dass der Termin ihrer Ansicht nach zu spät bekannt gemacht wurde. Plakate vor der Reblandhalle lauteten zum Beispiel: "Bürger unerwünscht." 

Die Einwendungen betreffen ganz unterschiedliche Punkte. Es geht um technische Verfahren beim Abbau, aber auch um den Umgang mit radioaktiven Reststoffen. 

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Das Atomerbe Neckarwestheim fordert, GKN II sofort abzuschalten und ein "transparentes, bürgernahes und ergebnisoffenes Genehmigungsverfahren für den AKW-Abriss." Es dürfe keine Radioaktivität in die Umwelt gelangen. Das Umweltministerium betont dagegen, dass auch von freigemessenem Material, dessen Reststrahlung sehr niedrige Grenzwerte nicht überschreitet und auf Deponien entsorgt wird, keine Gefahr ausgehe. 

Neckarwestheim gehört zu den letzten Atomkraftwerken, die in Deutschland stillgelegt werden. Block 1 ist bereits vom Netz, Block 2 darf bis maximal 2022 Strom liefern.

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