Weihnachtliches Ambiente am Breitenauer See: Kioskterrasse öffnet

Obersulm  Die Schröter-Schwestern lassen sich von Corona nicht unterkriegen. An den Wochenenden findet am Breitenauer See Außenbewirtung statt. Es gilt die 2G-Regel.

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Ursula Schröter (links) und ihre Schwester Hannelore richten bei herrlichem Sonnenschein die Terrasse am Kiosk für die Außenbewirtung.

Foto: Sabine Friedrich

"Am Sonntag saß ich daheim und habe die Wunden geleckt und dachte, das kann doch nicht sein", schildert Ursula Schröter, wie sie die Absage des Heilbronner Weihnachtsmarktsgetroffen hat, wo sie Scheune und Imbiss fertig aufgebaut hatte. Aber sie hat nicht lange Trübsal geblasen. "Unternehmer kommt von unternehmen", sagt die Geschäftsfrau. Und getreu ihres Mottos: "Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitermachen", hat sie gleich das nächste Projekt in Angriff genommen, den Außenbereich des Kiosks am Breitenauer See in eine Winterterrasse zu verwandeln und Besuchern vorweihnachtliches Flair zu bieten.

Bereiche abgetrennt

Mit ihrer Schwester und Mitinhaberin von Schröter Gastro, Hannelore Schröter-Wagner, hat Ursula Schröter ein Konzept entwickelt, wie der Kioskbetrieb unter Corona-Bedingungen laufen kann. Mit rot-weißen Baustellenabsperrungen sind die vordere und hintere Terrasse quasi eingezäunt, so dass der Zugang gut kontrolliert werden kann. Es gilt die 2G-Regel.

Feuerstellen, Schaffelle und Decken

Auf Nachfrage haben die Schwestern der Stadt Heilbronn einige der bestellten Weihnachtsbäume abnehmen können und sie auf dem Areal im Naherholungsgebiet verteilt. Auch wenn es kalt ist, müssen Gäste nicht frieren. Für Wärme sorgen zwei Feuerstellen, auf den Holzbänken sind weiße Schaffelle verteilt, zudem liegen flauschige, rote Decken für die Beine bereit. Die Tische sind mit weihnachtlichen Servietten und Kerzen dekoriert.

Ab 26. November ist die Außengastronomie am Hauptkiosk freitags und samstags ab 15 Uhr, sonntags ab 11 Uhr geöffnet. "Wenn wir merken, dass Zuspruch da ist, werden wir die Öffnungszeiten ausdehnen", sagt Ursula Schröter. "Wir möchten Menschen Gelegenheit geben, bei viel Abstand ein winterliches Ambiente im Freien zu genießen." Auf der vorderen Terrasse können etwa 35 Gäste bewirtet werden, auf der hinteren Terrasse gibt es 40 Sitz- und zehn Stehplätze. Ohne die Abstandsregel könnte die dreifache Menge unterkommen.

Mehrfach gebeutelt

Das Unternehmen ist wie viele andere der Branche durch Corona mehrfach gebeutelt: Durch die Absagen fiel das Catering für Großveranstaltungen weg, Weindorf und Weihnachtsmarkt in Heilbronn fanden nun zum zweiten Mal nicht statt, und dann ist nach der Sperrung 2020 und durch das Ablassen des Wassers die zweite Badesaison am Breitenauer See ins Wasser gefallen. 2022 wird es wohl die dritte Saison ohne Badegäste werden. "Ohne Worte", sagt Schröter nur dazu.

Sommergeschäft deckte gerade mal die Kosten

Zu Hochzeiten im Sommer arbeiten hier 20 Leute. In diesem Jahr habe man sich bemüht, zu öffnen. Aber es kehrten nur wenige Spaziergänger ein, was gerade gereicht habe, um die Kosten zu decken. "An heißen Tagen hatten wir überhaupt keine Gäste", sagt Schröter. Die Folge: Von den sechs Festangestellten konnten nur zwei gehalten werden. Am Breitenauer See werden jetzt an den Wochenenden vier der Helfer, die für den Heilbronner Weihnachtsmarkt eingeteilt waren, im Einsatz sein. Die Schröters bieten auch Waffeln und gebrannte Mandeln an. Damit unterstützen sie eine Kollegin, die bereits Ware für die Veranstaltung in der Kätchenstadt eingekauft hatte.

 


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Sabine Friedrich

Sabine Friedrich

Autorin

Sabine Friedrich ist seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist in der Landkreis-Redaktion zuständig für Obersulm, Wüstenrot, Flein, Talheim und Weinsberg sowie für den Themenschwerpunkt Feuerwehr.

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