Start des neuen Weinsberger Waldkindergartens im März 2021

Weinsberg  Die Vorbereitungen für den neuen Waldkindergarten laufen an, derzeit führt die Stadt Weinsberg Bewerbungsgespräche. 20 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren können dann mitten in der Natur spielen.

Von Margit Stöhr-Michalsky
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Hier könnte der Bauwagen für den Waldkindergarten stehen. Nach außen hin öffnet sich das Wiesengelände, links geht es zur Forstarbeiterscheune.

Foto: Stöhr-Michalsky

"Wir können starten", sagt die Kindergartenfachberaterin in Weinsberg, Marianne Hagmann, und freut sich. Wenn die Planung optimal läuft, könnten Kinder ab März im neuen Waldkindergarten im Brühltal die Natur entdecken, im Freien toben und zwischen Bäumen spielen. In Frage kommen 20 Kinder von drei bis sechs Jahren.

Wenn das Wetter zu schlecht sei, biete ein Bauwagen mit angeschlossener Überdachung geräumigen Unterschlupf. Dafür hat die Stadt Weinsberg 110.000 Euro investiert.

Drei Fachkräfte werden im Waldkindergarten tätig sein. "Wir sind bereits in Bewerbungsgesprächen, es schaut gut aus", berichtet die Kindergartenfachberaterin. Die Betreuungszeiten sind von 7.30 bis 13.30 Uhr. "Das sind die klassischen verlängerten Öffnungszeiten", so Hagmann.

Wanderparkplatz ist Startpunkt

Positiv ordnet sie ihren Informations-Elternabend vor kurzem ein. Eltern zeigten Interesse und es seien bereits Kinder angemeldet, "so dass wir auf jeden Fall starten", sagt sie. Praktische Fragen der Eltern hatte sie umfassend beantwortet. Der Wanderparkplatz ist quasi der Start für den Waldkindergarten. Die Eltern verabschieden sich dort und die Kinder wandern mit den Erzieherinnen zu ihrem Wald-Domizil.

Der Weg dorthin werde bereits pädagogisch erforscht, und wenn sich hin und wieder die Schafherde im Gelände aufhält, so sei das ein zusätzliches Erlebnis, ergänzt die Fachfrau. Es werde "Pipi-Bäume" mit Sichtschutz für die Kinder geben. Das aus arbeitsrechtlichen Gründen für die Erzieherinnen notwendige Toilettenhäuschen könnten in Einzelfällen auch Kinder nutzen, teilt sie mit. Eine Eingewöhnungszeit lasse die Kinder im Waldgelände sicher werden. "Der Ablauf pendelt sich im Lauf der Zeit ein", weiß sie aus Erfahrung. Beruhigend für die Eltern sei, dass das Areal Handy-Empfang habe. Zudem sei der asphaltierte Weg im Brühltal so breit, um ihn im Einzelfall oder Notfall befahren zu können.

Das Gelände in der Nähe der Forstarbeiterscheune ist für die Kinder ein vielseitiger und spannender Ort. "Wir haben keine vorgefertigten Spielgeräte, die Natur selbst regt die Fantasie an", sagt Marianne Hagmann. Ein natürlicher Kletterbaum sei geplant, ein Sofa aus Naturmaterialien soll gebaut werden. Stammhocker für den täglichen Spielkreis, Weidengeflechte für Spiel-Ecken oder Themen-Bereiche sind angedacht. Auch die in der Nähe liegende Lichtung mit Wiese kann zu pädagogischen Erfahrungen genutzt werden.

Ideen der Erzieherinnen

"Die Erzieherinnen werden ihre Ideen einbringen und prüfen, was umgesetzt werden kann", teilt Hagmann mit. Revierförster Ekkehard Matter und sein Team richten und sichern das Waldstück in den kommenden zwei Monaten. Wenn der Bauwagen seinen Platz erhalten hat, gibt es für die Eltern der angemeldeten Kinder eine Begehung und weitere Informationen zum Konzept und Ablauf. Wenn es das Wetter zulässt, startet der Waldkindergarten mit dem Erwachen der Natur im Frühjahr.


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