Pflasterbereiche als gestalterisches Element für den Rohrendorfer Platz in Affaltrach

Obersulm  Der Oberstulmer Gemeinderat fasst den Baubeschluss für die Sanierung des Rohrendorfer Platzes. Es wird nicht ganz so teuer, wie gedacht. Die Kostenberechnung liegt bei 679.000 Euro.

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Einzelne Pflastersteine lösen sich oder sind vom Gewicht der Fahrzeuge zerdrückt. Im August soll die Sanierung starten.

Fotos: Mario Berger

Nun ist ein Knopf dran: Der Rohrendorfer Platz in Affaltrach kann saniert werden. Der Gemeinderat fasste jetzt den Baubeschluss, stimmte der Planung und den Kosten zu. Start soll im August sein, die Fertigstellung spätestens im April 2022. Erfreulich ist, dass die Kostenberechnung über 679 000 Euro rund 76 000 Euro günstiger ausfällt als die bisherige Kostenschätzung. Lange und breite Risse im Asphalt, lose und zerdrückte Pflastersteine sowie Stolperkanten: Die vielen Schäden machen die Neugestaltung am Platz zwischen Rathaus und Kulturhaus sowie in der Rathausgasse notwendig.

Helmut Hornung (Grüne) schlug vor, auch noch die 30 Meter lange schmale Gasse auf Höhe des Polizeipostens herzurichten. Bürgermeister Tilman Schmidt fand den Zustand nicht so schlecht, sagte aber zu, dies zu überprüfen.

Antrag: Alle befahrbaren Fläche asphaltieren

Da es günstiger sei, schlug Karl-Ulrich Vollert (FWV) vor, alle befahrbaren Flächen zu asphaltieren. Laut Ingenieur-Büro Walter + Partner fallen 16 000 Euro weniger an, wenn vor der Gemeindebücherei statt Pflaster Asphalt verwendet würde. Planer Peter Spitznagel hielt aber aus gestalterischen Gründen Pflasterbereiche für angemessen, zumal der Kostenunterschied nicht so massiv sei.

Wegen der Optik sprach sich auch Bürgermeister Tilman Schmidt für diese Akzente aus. SPD und Grüne waren mit der vorgeschlagenen Gestaltung einverstanden. Bei 15 Nein- und sieben Ja-Stimmen wurde der Antrag Vollerts, alles zu asphaltieren, abgelehnt. Verwendet werden Natur- und Betonpflastersteine in unterschiedlichen Größen und Stärken, so sieht es die Planung vor. Soweit noch in gutem Zustand, soll ausgebautes Material wiederverwendet werden.

Stiftungsbaum wird ersetzt

Pflasterbereiche als gestalterisches Element für den Rohrendorfer Platz in Affaltrach

Das weitere Schadensbild: Risse im Asphalt in der Rathausgasse.

Eine Mehrheit fand ein weiterer Antrag Vollerts, den Stiftungsbaum im kleinen Kreisverkehrsplatz nach den Arbeiten nicht wieder einzusetzen, sondern einen neuen zu pflanzen. "Der sollte erhalten bleiben", sah Monika Steg (SPD) den ideellen Wert. "Das ist ein älterer Baum. Die Frage ist, ob er die Umpflanzung überlebt", äußerte CDU-Fraktionssprecher Hermann Hohl. Spitznagel hatte den Eindruck, dass der Baum nicht sehr vital ist.

Baumquartier vor Kindergarten-Eingang

Die Sanierung sieht einen Vollausbau der Verkehrs- und Nebenflächen vor. Gehwege und Parkstände werden gepflastert. Der Kanal wird aufdimensioniert, die Wasserleitung ausgetauscht. Ein neues Gesicht bekommt der Bereich zwischen Bücherei und Kindergarten. Zum Schutz der Kinder entsteht direkt am Eingang ein Baumquartier. Die Baumquartiere rechts und gegenüber werden beseitigt. Zum Teil müssen einzelne Masten der Straßenbeleuchtung versetzt werden.

Aus der fünf Meter breiten Verkehrsfläche in der Rathausgasse wird ein drei Meter breiter Rad- und Gehweg. Der Rest wird begrünt. Monika Steg begrüßte für die SPD ausdrücklich diesen Grünstreifen, in den das Oberflächenwasser geleitet werde.

 

Sabine Friedrich

Sabine Friedrich

Autorin

Sabine Friedrich ist seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist in der Landkreis-Redaktion zuständig für Obersulm, Wüstenrot, Flein, Talheim und Weinsberg sowie für den Themenschwerpunkt Feuerwehr.

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