Abteilung des TSV Willsbach plant Felder für Beachvolleyball

Obersulm  Der Gemeinderat Obersulm stimmt dem Vorhaben auf dem kommunalen Sportgelände in Willsbach zu. Sponsoren helfen bei der Realisierung. Die Volleyballer benötigen auch im Sommer eine Trainings- und Turniermöglichkeit.

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Zwischen dem Haupt-Rasensportplatz und dem Spielplatz am Bahnhofsfußweg soll das Doppel-Beachvolleyballfeld entstehen. Vorteil des Standorts: Duschen und Sanitäranlagen gibt es im Sportheim.

Foto: Berger

Die Idee ist nicht neu, sie sei schon vor über zehn Jahren geboren worden, sagt Michael Schmitt. Nun soll sie umgesetzt werden. Die Volleyball-Abteilung des TSV Willsbach, die Schmitt zusammen mit Hannah Ehmann leitet, möchte ein Beachvolleyballfeld am Sportplatz in Willsbach bauen. Der Gemeinderat Obersulm hat dem Vorhaben zugestimmt. Der nächste Schritt ist, das Baugesuch zu erstellen. Ein Architekt oder Landschaftsplaner werde gesucht. Mit einem vereinseigenen Platz erhalte die Abteilung eine Trainingsmöglichkeit und ein Spielfeld für Turniere außerhalb der Wintersaison in der Halle.

Die Zustimmung des Gemeinderats war notwendig, weil es sich um eine Nutzungsänderung und eine bauliche Ergänzung der kommunalen Sportflächen in Willsbach handelt. Der Ortschaftsrat hatte sich bereits im Februar einstimmig mit der Planung einverstanden erklärt. Mit dem Hauptverein sei das Projekt ebenfalls abgestimmt.

Trainingsbetrieb soll ausgebaut werden

"Im Sommer möchten wir den Trainingsbetrieb für Beachvolleyball ausbauen, wofür wir eine eigene Anlage planen", heißt es im Schreiben der Abteilungsleitung an Bürgermeister Tilman Schmidt, Ortsvorsteher Armin Waldbüßer, der zudem TSV-Vorsitzender ist, und an die Fraktionsvorsitzenden im Obersulmer Gemeinderat. Die Abteilung erfahre im Jugendbereich einen "sehr großen wachsenden Andrang". Schmitt nennt 25 Nachwuchsspieler zwischen zwölf und 20 Jahren in der Hallenrunde. Etwa 30 Sportler in der Damen- und Herrenmannschaft treten in der A-Klasse Nord im Landesverband Württemberg an. Eine zweite Herrenmannschaft soll folgen.

Sportart hat sich längst etabliert

Beachvolleyball sei kein Trendsport mehr, sondern längst etabliert, meint Schmitt. Die Abteilung möchte auch am Spielbetrieb im Beachvolleyball im Sommer teilnehmen, geht Michael Schmitt auf die sportlichen Pläne ein. Dazu bedarf es einer regelmäßigen Trainingsmöglichkeit. Die sei am Breitenauer See nicht gegeben. Die Felder seien öffentlich und im Hochsommer überlaufen. Termine kann die Abteilung dort nicht buchen. Sie will richtiges Beachvolleyball spielen, das heißt zwei gegen zwei. "Unkundigen ist es schwer zu vermitteln, warum das Feld mit nur vier Personen blockiert wird", heißt es im Schreiben mit Blick auf die Nutzung im Naherholungsgebiet. Die Felder im Mineralfreibad seien aus denselben Gründen keine Alternative. Zudem stimmten die Öffnungszeiten der Badeanstalt nicht mit den Trainingszeiten der Volleyballer überein.

Angebot im Ferienexpress geplant

"Der Landesverband hat für diesen Sommer eine neue Beachrunde eingerichtet", sagt Schmitt. Für diese will die Willsbacher Abteilung Teams stellen genauso wie für den LBS-Beach-Cup und die württembergische Beachrunde. Der sportliche Spielbetrieb sei durch einen C-Trainer gewährleistet, ein weiterer dazukommen, wenn die Ausbildung abgeschlossen ist. In Willsbach sollen Turniere veranstaltet werden, die Volleyballer wollen auch ein Angebot im Ferienexpress machen.

Jedermann soll Zugang haben

Das Doppelfeld am Sportplatz soll an ein bis zwei Abenden in der Woche für jedermann zur Verfügung stehen. Schulen und andere Vereine könnten die Anlage ebenfalls nutzen. Die Pflege und der finanzielle Unterhalt übernimmt die Abteilung. "Von der Förderung sieht es sehr gut aus", berichtet Schmitt von einem Telefonat mit dem Württembergischen Landessportbund, der rund 11 000 Euro - das wären 30 Prozent - aus der Sportstättenförderung zu den Gesamtkosten von 37 000 Euro beitragen soll. Als Zuschuss vom Hauptverein sind 5000 Euro eingeplant. Die Abteilung hofft auch auf die Unterstützung der Gemeinde, die Vereinen zehn Prozent der förderfähigen Kosten bei Bauprojekten gewährt. Neben Eigenmitteln belaufen sich die Zusagen von Sponsoren bereits auf 11 000 Euro, so dass die Finanzierung steht.

Kurzporträt zum TSV Willsbach

Der rund 950 Mitglieder starke TSV Willsbach hat acht Abteilungen: Fußball, Handball, Leichtathletik, Schach, Senioren, Tischtennis, Turnen und Volleyball. Mit knapp 100 Mitgliedern sind die Volleyballer die drittgrößte Abteilung. Lauf Michael Schmitt, der mit Hannah Ehmann die Doppelspitze bildet, hat die Abteilung 55 Aktive.


Sabine Friedrich

Sabine Friedrich

Autorin

Sabine Friedrich ist seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist in der Landkreis-Redaktion zuständig für Obersulm, Wüstenrot, Flein, Talheim und Weinsberg sowie für den Themenschwerpunkt Feuerwehr.

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