Von der Stimmung in der Weinsberger Verwaltung

Weinsberg  Vor der Bürgermeisterwahl wird über die Stimmung im Rathaus diskutiert: Sowohl Rathaus Mitarbeiter, wie auch der Bürgermeister legen ihre Meinungen dar.

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Von der Stimmung in der Weinsberger Verwaltung
In der Weinsberger Verwaltung gibt es vor der Bürgermeisterwahl Meinungsverschiedenheiten. Foto: HSt

Vor der Bürgermeisterwahl diskutiert die Stadt auch über die Stimmung unter den Verwaltungsmitarbeitern. Bei Ur-Weinsberger ist davon zu hören, dass es alles andere als rund laufen soll. Bürgermeister Stefan Thoma sieht das ganz anders.

Der Wunsch nach Behinderten- und Chancengleichheitsbeauftragten

Rathausmitarbeiter, so ist in der Stadt zu vernehmen, hätten gern einen Behinderten- und einen Chancengleichheitsbeauftragten. Thoma relativiert dies auf Nachfrage unserer Redaktion. Es sei nur eine Minderheit, die sich das wünsche. Als Verwaltung müsse man diese Positionen nicht einrichten. "Wir gehen aufs Wohl unserer Beschäftigten voll umfänglich ein." Das spreche sich herum, weshalb freie Stellen besetzt werden könnten. "Wir haben einen so guten Ruf, was das Soziale im Rathaus angeht, da kommen neue Mitarbeiter gern."

Thoma macht eine Einschränkung: Wie in anderen Verwaltungen auch sei es in Weinsberg schwer, neue Mitarbeiter für den technischen Bereich zu gewinnen.

Stefan Thoma betont die Sonderleistungen für die Mitarbeiter

Stefan Thoma verweist auf die vielen freiwilligen Leistungen, die die Stadtverwaltung ihren Mitarbeitern biete. Dazu gehört unter anderem das Jobticket, frei zu bekommen am Nachmittag eines Geburtstags oder eine "individuelle jährliche Leistungsbeurteilung" der Mitarbeiter mit entsprechenden Gesprächen. Zudem gebe es laufend individuelle Maßnahmen, um Mitarbeiter in besonderen Lebenslagen zu unterstützen. Bei Überstunden und Urlaubsüberhängen werde eine großzügige Übertragungs-, Abfindungs- oder Abfeiermöglichkeit gewährt, "um die Motivation der Mitarbeiter zu fördern".

Thoma ist überzeugt: "Bei uns herrscht überwiegend ein ganz ausgezeichnetes Betriebsklima im Rathaus, auf das ich seit 16 Jahren zusammen mit den Führungskräften hingearbeitet habe." Nur eine Handvoll Mitarbeiter sehe das anders. "Solche gibt es leider in fast allen Betrieben."

Das Rathaus hat im Stadtbauamt zwei Amtsleiter

Im Rathaus leiten zwei Mitarbeiter das Stadtbauamt. Eine Person arbeite in Teilzeit, erklärt Thoma diesen Umstand. Die Kollegen hätten die Aufgaben untereinander aufgeteilt. Außerdem habe die Stadt viel im Baubereich zu tun. Da sei es notwendig gewesen, nachzulegen.

Und dann ist da die Sache mit den zwei Parkplätzen

Für Gesprächsstoff in Weinsberg sorgen Stellplätze für den Bürgermeister. Auf dem Parkdeck am Rathaus ist ein Platz für den Bürgermeister ausgewiesen. Auch in anderen Verwaltungen ist es üblich, dass der Rathauschef einen eigenen Parkplatz bekommt. In Weinsberg ist ein weiterer Parkplatz zwischen den Rathausteilen reserviert: Zu den vier Fahrzeugen, die dort stehen dürfen, gehört auch der Dienstwagen des Bürgermeisters. Thoma betont, dass dort nur Dienstfahrzeuge abgestellt werden dürfen - weil es eine Feuerwehrzufahrt sei. Im Einsatzfall könnten Mitarbeiter ihre Autos schnell wegfahren. Zudem dürfe eine behinderte Mitarbeiterin dort ihr Auto abstellen.


Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen in Neckarsulm, Ilsfeld, Untereisesheim und Weinsberg.

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