Untergruppenbach verschiebt Straßensanierung

Untergruppenbach  Straßen, Kanäle und Wasserleitungen im westlichen Ortskern von Untergruppenbach sollen saniert werden. Schubertstraße und Mörikeweg werden entgegen der Planung vom vergangenen Oktober jedoch vorerst nicht erneuert. Das sind die Gründe.

Von Vanessa Müller

Untergruppenbach verschiebt Straßensanierung

Der Kirchgrund zwischen Goethe- und Hölderlinstraße wird 2019 saniert. Weitere Straßen im westlichen Ortskern folgen.

Foto: Archiv/Mugler

Dass Straßen, Kanäle und Wasserleitungen im westlichen Ortskern von Untergruppenbach in die Jahre gekommen sind, ist schon länger klar. In einem ersten Abschnitt wurden sie auch bereits saniert. Aber was ist mit dem Rest? Pläne für weitere Instandsetzungen wurden dem Gemeinderat schon im Jahr 2008 vorgestellt. Weil aber andere Projekte Vorrang hatten, konnte die Verwaltung diese nicht in Angriff nehmen. Die Zeit wird knapp. Denn das Areal ist nur noch bis 2020 Teil des Landessanierungsprogramms.

Darum beschloss der Gemeinderat in seiner Oktobersitzung 2018, im Frühjahr 2019 endlich durchzustarten. Jetzt stand das Projekt wieder auf dem Programm des Gremiums. Denn zwei Strecken müssen vorerst aus der Planung herausgenommen werden: Schubertstraße und Mörikeweg. Sie sind erst in einem späteren Bauabschnitt an der Reihe.

"Können nicht nur Tiefbau machen"

Der Grund: "Bei den Ausschreibungen sind die Preise durch die Decke gegangen", erklärt Bürgermeister Andreas Vierling. 2,4 Millionen Euro kostet die Maßnahme insgesamt, 1,9 Millionen muss Untergruppenbach schultern, der Rest fließt als Zuschuss vom Land. 740 000 Euro müsste die Gemeinde mehr bezahlen, wenn sie die beiden Straßen nicht aus der Maßnahme herausgenommen hätte. "Das wäre eine Kostensteigerung von 31 Prozent", rechnet der Rathauschef vor.

Der Gemeinderat segnete die Planänderung bei einer Gegenstimme ab. "Wir können nicht nur Tiefbau machen", wirbt Vierling für Verständnis. "Wir haben auch noch andere Maßnahmen auf der Agenda."

Das sind die Bauabschnitte

Was wird nun gemacht? In den Sammelstraßen Kirchgrund und Hölderlinstraße werden neben den Sanierungen, die anstehen, auch neue Bürgersteige angelegt. In den Wohnstraßen sollen Fußgänger und Autofahrer gleichberechtigt unterwegs sein, sprich: Es gibt keine Fußwege. Dafür aber Bereiche mit Pflanzen und eine Drittelsrinne. Uhlandstraße, Schafgrund und gegebenenfalls die Fortsetzung des Kirchgrunds bis zur Wendeplatte werden zunächst zurückgestellt. Während der Bauarbeiten ist der jeweilige Straßenabschnitt voll gesperrt, lediglich der Anliegerverkehr ist frei.

Folgende Bauabschnitte sind geplant: Februar bis Mai: Kirchgrund (zwischen Goethestraße und Hölderlinstraße) und Hölderlinstraße. Juni bis Oktober: Beethovenstraße und Mozartstraße. November 2019 bis März 2020: Finkenstraße. Im April 2020 folgen Belags- und Restarbeiten in allen Straßen.

Infoveranstaltung geplant

Die Arbeiten zur (grabenlosen) Kanalsanierung finden von Februar bis April 2020 statt. Hier gibt es nur punktuelle Behinderungen im Verkehr. "Je nach Witterung und den betriebsbedingten detaillierten Ablaufplanungen der noch zu beauftragenden Baufirmen kann sich die Abfolge der Abschnitte noch ändern", erklärt Vierling. Eine Infoveranstaltung für Anwohner ist Ende Februar geplant.


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