Playstation und Airhockey sind die Renner im Wüstenroter Jugendtreff

Wüstenrot  Im Off-Jugendtreff der Gemeinde Wüstenrot gibt es zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche. Durchschnittlich kommen sieben bis 20 Besucher. Ab und zu werden am Wochenende Ausflüge organisiert.

Von Julia Engelhardt
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Playstation und Airhockey sind die Renner im Wüstenroter Jugendtreff

Sozialpädagoge Phillip Schwartenbeck (links) spielt Airhockey im Wüstenroter Jugendtreff in der Kroppstraße mit Marcel Schweiker, der regelmäßig hier seine Freizeit verbringt.

Foto: Julia Engelhardt

Das Wort "Music" steht in knallgrünen Buchstaben an der Wand. Den Rückzugsraum des Off-Jugendtreffs in Wüstenrot haben die jungen Leute selbst gestaltet. Drei mal die Woche sind die Räume in der Kroppstraße für Zehn- bis 21-Jährige geöffnet. Tischfußball, Billard und auch der neue Airhockeytisch werden von den Besuchern gerne angenommen. Die Kreissparkasse hat den Airhockeytisch vor einigen Monaten gespendet. Jetzt ist er eines der meist benutzten Spielgeräte.

Jüngere Besucher sollen mehr einbezogen werden

Für die nächste Zeit sind neben Lasertag, Bowling und Kartfahren auch Aktionen für Kinder geplant. Phillip Schwartenbeck, Sozialpädagoge und derzeitiger Mitarbeiter im Jugendtreff, hält das für sehr wichtig. "Wir versuchen gerade, die Kleineren mehr einzubeziehen", erklärt er. Die meisten Besucher seien zwischen zwölf und 17 Jahre alt. Deshalb steht in der Halloweenwoche auch Kürbisschnitzen auf dem Programm.

Durchschnittlich besuchen zwischen sieben und 20 Jugendliche den Jugendtreff. Zu ihnen gehört auch Marcel Schweiker. Der 17-jährige verbringt dort regelmäßig seine Freizeit. Dieses Mal hat er einen Freund mitgenommen. Erik Birkert ist das erste Mal da. Ihm gefällt es ebenfalls sehr gut. Kaum sind die beiden im Jugendtreff angelangt, spielen sie am Airhockeytisch.

Es gibt genug Platz

Im Mai hat sich der Jugendtreff der Gemeinde Wüstenrot vom bereitgestellten Budget eine Playstation und einen Fernseher angeschafft. In einem Halbkreis um den Fernseher herum stehen mehrere Sofas und Sessel. Für die Besucher ist genug Platz. "Der Airhockeytisch und die Playstation werden am meisten benutzt", berichtet Schwartenbeck. FIFA sei das beliebteste Spiel. Auch im Rückzugsraum hängt ein Fernseher, den die jungen Leute mit ihren Smartphones verbinden können. Auf dem großen Bildschirm können sie dann zusammen Videos ansehen.

Neben der Chillout-Lounge, dem Rückzugsraum und dem Thekenbereich können sie sich auch in der Werkstatt aufhalten. Hat jemand etwas, das er reparieren möchte, kann er das Equipment benutzen.

Idee, Gartenmöbel selbst zu bauen

Handwerkliche Betätigung ist Phillip Schwartenbeck von der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort sehr wichtig. Deshalb arbeitet er aktuell an der Idee, dass die Besucher selbst Gartenmöbel bauen könnten, die sie auch privat nutzen dürften. "Es ist wichtig, dass man zu Hause mal etwas selber reparieren kann", sagt der 28-jährige. Bei dem Projekt dreht es sich vor allem darum, dass sich die Jugendlichen eigenständig entscheiden, was sie bauen möchten, welche Materialien sie verwenden, und wie sie diese beschaffen.

An Wochenenden organisiert das Jugendreferat ab und zu Ausflüge, wie beispielsweise Bogenschießen oder einen Besuch im Kletterpark. Die Kinder und Jugendlichen können aber auch eigene Vorschläge einbringen.

Die Besucher kommen meistens zu Fuß oder mit dem Fahrrad. "Die über 18-Jährigen, die schon Auto fahren können, fahren dann lieber mal nach Heilbronn", so Phillip Schwartenbeck.

in Achtsamkeit Jugendreferent Christian Jeschke ist nicht nur Unternehmensberater und Naturpädagoge, sondern auch Achtsamkeitstrainer. Spezielle achtwöchige Achtsamkeitsworkshops für Teens finden im Jugendtreff statt. In diesen lernen sie etwas über die Entwicklung ihrer Gehirne in der Pubertät und was sie für ihre Gesundheit tun können.

Gemeinde sehr zufrieden mit Situation

Elisabeth Knaus, in der Gemeinde verantwortlich für den Sachbereich Sicherheit, Ordnung und Soziales, ist sehr zufrieden mit der aktuellen Situation im Jugendtreff. "Mit den beiden Mitarbeitern haben wir eine optimale Besetzung", sagt sie. "Sie ergänzen sich wunderbar, und so haben wir auch ein breiteres Angebot für die Jugendlichen", so Knaus weiter.


Personal

Der Sozialpädagoge Phillip Schwartenbeck macht momentan eine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher bei der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort. Er teilt sich mit Jugendreferent Christian Jeschke die halbe Stelle der offenen Jugendarbeit der Gemeinde. Diese wurde von 35 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Der Jugendtreff hat ein Budget von 5000 Euro pro Jahr.

Drei Mal die Woche öffnet der Treff seine Türen für Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 21 Jahren. Immer montags und mittwochs von 14 bis 19 Uhr, freitags von 17 bis 21 Uhr. Er besteht aus mehreren Jugendräumen, einer Werkstatt und einem Außenbereich.


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