Neue Strecke mit Biss

Obersulm  Zum 39. Mal ist die Leichtathletikabteilung des TSV Willsbach Veranstalter des Obersulmer Volkslaufs rund um den Breitenauer See, einem Event, das im Sportkalender von vielen Laufsportbegeisterten steht. 1008 Meldungen hatte der Verein zu verzeichnen, 888 Teilnehmer gingen an den Start - ein Rekord.

Von Roland Kress
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Neue Strecke mit Biss

Mit 888 Teilnehmer hatte der Volkslauf rund um den Breitenauer See (hier die Starter auf der Zehn-Kilometer-Strecke) eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen.

Foto: Hans Posovszky

"Großer Dank gilt allen unseren Sponsoren, ohne sie wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich", weiß Jochen Endreß deren Unterstützung zu schätzen. Zusammen mit Horst Goller und Marc-André Kling gehört der zweite TSV-Vereinsvorsitzende zum Organisationsteam, das mit viel Engagement und neuen Ideen das Sportereignis zu einer attraktiven Laufveranstaltung gemacht hat.

"Bereits im Januar 2019 haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Genehmigungen einholen, Sponsoren anschreiben, Flyer erstellen und eine neue Strecke aussuchen", zeigt Horst Goller die Arbeiten auf und verweist auf den erstmaligen Einsatz von zwei Drohnen, die den Lauf gefilmt haben. "Wir haben dies auf unserer Homepage mitgeteilt, alle wussten Bescheid. Ebenso wurden Landrats- und Ordnungsamt informiert. Es gab von keinerlei Seite einen Einwand. Der Film wird nach der Siegerehrung gezeigt", informiert Horst Goller.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Für Spannung in den Laufwettbewerben ist gesorgt. Beim Zehn-Kilometer-Lauf liefern sich Florian Hochuli und Philipp Nothof ein Kopf-an-Kopf-Rennen. "Der erste Anstieg nach dem Start hatte es in sich. Am See war es entspannter. Insgesamt ist die neue Laufstrecke um einiges anspruchsvoller als die vorherige", sagt Sieger Florian Hochuli über die Strecke. Ähnlich sieht es Katrin Maier aus Bretzfeld: "Vor allem der erste Anstieg war heftig. Eine Strecke mit Biss", kommentiert sie und ist beeindruckt. Sie lobt die gute Organisation und will nächstes Jahr wieder dabei sein.

Am Start beim Zehn-Kilometer-Lauf der Frauen ist Alexandra Göcken: "Ob es nach ganz vorne reicht wird man sehen. Die Konkurrenz ist groß", zeigt sich die Obersulmerin vor Wettkampfbeginn noch zurückhaltend. Am Ende wird sie Zweite. Seinen ersten Wettbewerb bestreitet Patrick Humbrock. "Ich habe erst vor einem halben Jahr das Laufen für mich entdeckt. Im nächsten Jahr möchte ich beim New York-Marathon starten", setzt sich der 19-jährige Sülzbacher ein großes Ziel.

86-Jähriger auf der Strecke

Das Programm beinhaltet einen Fünf-Kilometer-Lauf, Zehn-Kilometer-Walking sowie Bambini- und Schüler-Läufe, die von Wolfgang Finkbeiner (Volksbank Sulmtal) auf die Strecke geschickt werden. Ältester Läufer auf der Fünf-Kilometerstrecke ist Erwin Jacsa aus Affaltrach: "Schön war"s, und ich lebe noch", zeigt sich der 86-jährige nach dem Wettkampf gut gelaunt. "Super, auf geht"s. Simon, Mario, Eliah: bald habt ihr es geschafft", feuert Marion Strattner aus Affaltrach am Streckenrand besonders die kleinen Läufer an. "Ich freue mich für alle Kinder, die am Start sind", sagt sie. Sportlich stark ist das Auftreten der Vertreter der Obersulmer Schulen. Auch aus Erlenbach und Unterheinriet sind Schüler am Start.

Horst Goller vom Orga-Team zieht Resümee: "Die Laufbeteiligung war überwältigend. Mein Dank gilt rund 70 Helfern aus den TSV-Reihen, der Feuerwehr und dem DRK-Ortsverein, die alle ihren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung geleistet haben."


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