In Untergruppenbach läuft großes Investitionsprogramm

Untergruppenbach  Viel gearbeitet wird zurzeit in Untergruppenbach: Die Gemeinde saniert Straßenzüge. Außerdem wird die Hohenriethalle in Unterheinriet im ersten Abschnitt von außen abgedichtet.

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In Untergruppenbach läuft großes Investitionsprogramm

Straßenbau in Untergruppenbach: Die Gemeinde richtet gerade mehrere Verbindungen durch Wohngebiete. Im kommenden Jahr folgt erst einmal der letzte Abschnitt.

Foto: Simon Gajer

Die Gemeinde setzt dieses Jahr ein millionenschweres Investitionsprogramm um. In Untergruppenbach werden Straßenzüge saniert, die Hohenriethalle in Unterheinriet wird außen auf Vordermann gebracht. Die Projekte kommen gut voran, die Aufgaben gehen nicht aus.

Bürgermeister Andreas Vierling ist mit den Fortschritten bei den Großprojekten zufrieden. Untergruppenbach ist im Sanierungsprogramm des Landes, und 30 Privatpersonen haben die Zuschüsse und Abschreibungsmöglichkeiten genutzt, um ihre Häuser zeitgemäß zu richten. Auch die Gemeinde selbst nutzt die Förderung aus Stuttgart, um mehrere Straßen grundlegend zu sanieren: Die Hölderlinstraße ist fertig, Finken- und Beethovenstraße sind gerade an der Reihe, in der Mozartstraße wird ebenfalls gearbeitet. Als letztes folgt die Straße Kirchgrund.

In mehrere Straßenzügen werden 2,5 Millionen Euro gesteckt

Insgesamt werden in dem Quartier 2,5 Millionen Euro investiert. Nicht alles trägt die Gemeinde. Die Landeszuschüsse sind noch nicht abgezogen. Außerdem werden einige Rechnungen an Grundstücksbesitzer weitergereicht: Sie hatten die Chance ergriffen, während der Bauarbeiten auch die eigenen Wasserleitungen austauschen zu lassen.

Der Bürgermeister setzt auf Zuschüsse

Das Straßenprogramm ist damit noch nicht abgeschlossen, weitere Abschnitte bis zur Landesstraße folgen. Wann der Gemeinderat diesen Bereich angeht, kann der Bürgermeister derzeit nicht abschätzen. "Das hängt von den Zuschüssen ab", sagt Andreas Vierling.

Es sind nicht nur die Straßen, um die sich die Gemeinde kümmert. Gut eine Million Euro fließt in ein neues Regenüberlaufbecken in Donnbronn sowie die Erneuerung eines sogenannten Regenüberlaufs in Untergruppenbach. Beide Bauwerke sind erforderlich, damit bei starkem Regen die vollen Mischwasserkanäle so überlaufen, dass ein Großteil des ungeklärten Abwassers nicht in einen Bach schwappt.

Die Grundschüler erhalten einen Anbau, in dem sie betreut werden

In Untergruppenbach läuft großes Investitionsprogramm

Erster Bauabschnitt kommt gut voran: Die Gemeinde saniert die Hohenriethalle derzeit von außen. Innen steht auch noch eine größere Baumaßnahme an, die vermutlich ein Jahr dauert.

Foto: Simon Gajer

Abgeschlossen ist der Anbau an die Grundschule Unterheinriet, in der nun die Erst- bis Viertklässler betreut werden. Unweit davon haben Bautrupps die Hohenriethalle eingerüstet, um sie zu sanieren. Es läuft der erste Bauabschnitt, und das Wichtigste ist geschafft: "Das Dach ist dicht", sagt Bürgermeister Vierling, der davon ausgeht, dass der komplette erste Bauabschnitt in den ersten drei Monaten 2020 fertig ist. Der kostet die Gemeinde gut 850.000 Euro, und dabei bleibt es nicht.

Auf dem weiteren Arbeitsprogramm steht, auch die Technik im Innern zu erneuern. Dazu gehören die Lüftung, der Brandschutz und die Sanitärräume. Vierling erwartet, dass hier noch einmal etwas über zwei Millionen Euro investiert werden.

Bürgermeister rechnet mit Bauzeit von einem Jahr 

Der eigentliche Baustart ist unklar, denn auch hier will Untergruppenbach auf Zuschüsse zugreifen. Dem Bürgermeister schwebt vor, Geld aus dem Sanierungs- sowie einem speziellen Sportstättenprogramm zu beantragen, letzteres ist allerdings bei Städten und Gemeinden sehr begehrt. In der Regel müsse man drei Jahre warten, bis man tatsächlich aufgenommen wird. 2018 stellte Untergruppenbach erstmals den Antrag, rechnerisch wäre die Gemeinde also mit dem Schreiben von 2020 an der Reihe. Noch fehlen die Feinplanungen, wie genau das Innere erneuert wird. Mit einer Bauzeit von einem Jahr rechnet der Bürgermeister, wobei das Gebäude nicht die ganze Zeit geschlossen werden muss. Nur eines steht fest: "Es wird Einschränkungen geben."

 

Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen in Neckarsulm, Ilsfeld, Untereisesheim und Weinsberg.

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