Gemeinsamer Weg in die Freiheit

Flein  Band, Chor und Solisten im Einklang: Bei "Exodus" stehen Jugendliche verschiedener Konfessionen auf der Bühne der Fleiner Flina.

Von Harald Schmidt
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Gemeinsamer Weg in die Freiheit

Mit dem Musical "Exodus" und der Geschichte von Mose begeisterten mehr als 50 Kinder und Jugendliche in der Fleiner Flina.

Foto: Harald Schmidt

Am Samstagnachmittag bekamen die Besucher mit "Exodus" in der bis auf den letzten Platz besetzten Flina ein beeindruckendes Musical geboten. In einem Gemeinschaftswerk der Christusgemeinde Flein, der evangelischen Kirchengemeinde und dem CVJM stellten Kinder und Jugendliche das monumental geschichtliche Ereignis vom Auszug der Hebräer aus der Knechtschaft der Ägypter dar.

Angestoßen wurde das Projekt von der Christusgemeinde, die mit ihrer Idee bei der evangelischen Kirchengemeinde und den CVJM mit offenen Armen empfangen wurde. Nach einiger Vorbereitungszeit starteten nach den Sommerferien die Proben. Die über 50 jugendliche Akteure waren schnell gefunden und sofort von der Sache begeistert. "Wir mussten nicht lange suchen. Alle sind immer regelmäßig zu den Proben gekommen", sagte Andreas Wagner vom Organisationsteam. Das Ergebnis der Mühen konnte sich Hören und Sehen lassen.

Fetzige Lieder und starke Spielszenen

Mit fetzigen Liedern, kräftiger Musik und vielen Spielszenen wurde die Geschichte von Moses Flucht aus Ägypten, seine Begegnung mit Gott und sein Auftrag, das Volk Israel in die Freiheit zu führen, wieder lebendig. Der Chor unter Leitung von Lilli Hartwich überzeugte durch seinen ausdrucksstarken und gestenreichen Gesang. Auch die wechseln-den Solisten glänzten gesanglich.

Anna (12), Kerstin (11) und Nelli (15) hatten sich auf ihren Auftritt mit dem Chor gefreut. "Wir haben lange geprobt und sind froh, dass wir jetzt endlich auftreten können", sagten sie. Kevin und Daniel staunten über die vielen Besucher. "Meine ganze Familie ist gekommen, da bin ich schon etwas nervös", meinte der elfjährige Daniel. Harmonisch begleitet wurden Sängerinnen und Sänger von der eigens gegründeten Band um Markus Pokrant. Einfache, wechselnde Bühnenbilder und passende Kostüme unterstrichen treffend den Inhalt der einzelnen Spielszenen.

Viele Helfer hinter der Bühne

Für den reibungslosen Ablauf sorgten viele unsichtbare Helfer hinter der Bühne. Sämtliche Kulissen und Kostüme waren in Eigenregie gefertigt worden. "Neben den Jugendlichen haben wir noch bis zu 20 Erwachsene als Helfer eingesetzt. Hinzu kommen noch Gemeindemitglieder, die sich um die Bewirtung kümmern", berichtete Andreas Wagner.

Martin Bölz (52) war begeisterter Zuschauer. "Das ganze Projekt ist eine prima Sache. Der Zusammenhalt und die Gemeinschaft der Jugendlichen haben mich beeindruckt", sagte der gläubige Christ. Laura Bethe aus Flein war mit ihrer vierjährigen Tochter wegen der Musik gekommen. Zur Kirche hat sie sonst keinerlei Bezug. "Uns hat der Gesang sehr gefallen und meine Kleine hat richtig mitgemacht", sagte sie. Für Pfarrer Dr. Rolf Sons lautete die Botschaft des Musicals an die Gemeinde: "Gott führt in die Freiheit und aus der Angst heraus".


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