Edeka-Neubau startet bald in Untergruppenbach

Untergruppenbach  Der Untergruppenbacher Gemeinderat hat den Bebauungsplan "Nahversorgung Schlossblick" beschlossen. Noch im Oktober starten erste Arbeiten, Ende 2019 können Kunden voraussichtlich in Edeka und dm einkaufen.

Von Vanessa Müller
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Edeka-Neubau startet bald

Der Bebauungsplan für den neuen Edeka heißt nicht umsonst "Nahversorgung Schlossblick".

Foto:Archiv/ Barth

Noch diesen Monat starten erste Arbeiten für den neuen Lebensmittelmarkt an der L1111 in Untergruppenbach. "Die Linksabbiegespur soll im Dezember fertig werden", informierte Bürgermeister Andreas Vierling telefonisch nach der jüngsten Gemeinderatssitzung und einem Gespräch mit Edeka.

Baubeginn für das Gebäude ist dann im März kommenden Jahres. Einkaufen können die Kunden voraussichtlich ab Ende 2019. In der gleichen Zeit entsteht außerdem ein dm-Markt auf dem Gelände in der Nähe des neuen Feuerwehrhauses. Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat den zugehörigen Bebauungsplan "Nahversorgung Schlossblick" mit großer Mehrheit beschlossen.

Hatten bei der ersten Offenlegung des Entwurfs noch acht Bürger Bedenken angemeldet, waren es dieses Mal noch zwei, wusste Jérôme Amiguet von Baldauf Architekten. "Das zeigt, dass die Gespräche mit den Anwohnern gut gelaufen sind", resümierte er. Unter anderem hatte es eine Infoveranstaltung im Rathaus gegeben. "Unser Ziel ist es, die Grundversorgung in Untergruppenbach zu sichern", fügte Amiguet hinzu. "Hier zählen keine Argumente wie: Gehen Sie doch in Heilbronn einkaufen."

Den Anwohnern entgegen gekommen

Edeka-Neubau startet bald
So sieht der Entwurf für den neuen Lebensmittelmarkt aus. Es soll auch ein Café mit Sitzplätzen im Freien entstehen. Visualisierung: privat

Geändert haben sich vor allem die Vorgaben zur Verkaufsfläche. Sie darf eine Größe von 1500 Quadratmetern nicht überschreiten. Zuvor hieß es noch, dass bei Bedarf eine Erweiterung möglich sei. Beim dm können Kunden auf 800 Quadratmetern shoppen. "Was die Sicht und den Lärmschutz angeht, ist Edeka den Anwohnern sehr entgegengekommen", erklärte Vierling.

Auch die schalltechnische Untersuchung sei noch einmal überarbeitet worden. Betrieben wird der Edeka von Steffen Ueltzhöfer, der auch zwei Märkte in Heilbronn sowie jeweils einen in Oedheim, Neuenstadt und Ellhofen hat.

Geschäftsinhaber aus der Ortsmitte hatten schon bei Bekanntwerden der Pläne befürchtet, dass sie wegen des neuen Edeka-Marktes Kunden verlieren. Nicht zuletzt wegen der Verkehrsführung. "Ohne Zufahrt vom geplanten Parkplatz in den Ort schlendert keiner mehr durch und kauft hier ein", so die Befürchtung.

Zufahrt hauptsächlich über die Landesstraße

Tatsächlich soll die Zufahrt hauptsächlich über die Landesstraße laufen, die dafür aufgeweitet werden muss. Geplant sind eine Rechtsabbiegespur aus Richtung Autobahnanschluss, eine Linksabbiegespur aus Richtung Heilbronn und zwei separate Ausfahrtspuren. Wer von der L1111 kommt, parkt auf einem größeren Areal mit rund 120 Stellflächen. Es ist mit Findlingen von einem kleineren Platz mit etwa 20 Parkflächen abgetrennt. Ihn erreicht man innerorts vom Mühlweg aus.

Warum die Trennung? "Wir wollen einerseits keinen Schleichweg über das Edeka-Gelände schaffen", erklärt Vierling. "Andererseits sollen Kunden auch mit dem Auto von der Ortsmitte her kommen können." Fußgängern und Radfahrern steht auch der Weg über Happenbacher Straße und Entenstraße offen. Danach queren sie einen Steg über den Bach.


Recyclinghof wird verlegt

Seit 2012 hat Untergruppenbach keinen Drogeriemarkt mehr. Auch die aktuelle Versorgung mit Lebensmitteln sei nicht mehr zeitgemäß, hieß es zuletzt in einem Gutachten. Der Edeka mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern und der dm mit 800 Quadratmetern sollen das ändern. Der Grundsatzbeschluss, einen Vollsortimenter anzusiedeln, war vom Gemeinderat bereits 2012 einstimmig gefasst worden.

Das Plangebiet an der Landesstraße umfasst 1,9 Hektar, auf das Sondergebiet "großflächiger Einzelhandel" entfallen 1,26 Hektar. Damit gebaut werden kann, muss der Recyclinghof ins Gewann "Talgraben" verlegt werden. Auch zu diesem Bauantrag des Landratsamts gab der Rat in der jüngsten Sitzung sein Okay.

 

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