Die Vorfreude auf die Markthalle in Ilsfeld ist ungetrübt

Ilsfeld  Die Umbauarbeiten in der Alten Kelter in Ilsfeld könnten im Herbst beendet sein. Noch vor Weihnachten soll die neue Markthalle in dem historischen Fachwerkgebäude eröffnet werden.

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Kräftig am Schippen sind die Mitarbeiter der Firma Heizmann im Inneren der Alten Kelter. Der unebene Boden wird nivelliert und dann versiegelt.

Foto: Linda Möllers

Es ist schon eine Herausforderung, ein altes, denkmalgeschütztes Bauwerk wie die Alte Kelter in Ilsfeld und den ehemaligen Farrenstall am westlichen Ortseingang zu einer Markthalle umzubauen. Planer, Architekten und Handwerker müssen sich auf ständig neue Sachstände einstellen, die bei den Bauarbeiten zutage gefördert werden.

Teile des Fachwerkgebäudes wurden zwischen 1400 und 1500 gebaut. Da ist ein schiefes Tragwerk, das ins Lot gebracht werden muss, nichts Ungewöhnliches. Oder ein schräger Fußboden mit einem Gefälle von einem halben Meter, der auf ein Niveau gebracht werden muss. Und dann sind da noch viel marodes Holz und Querstreben, die aus ihren Zapfenverbindungen herausrutschen.

Die Bauarbeiten kommen weiter voran

Mit all dem haben Stefanie Einhorn vom Architekturbüro Ettle und Thomas Stutz vom Fachbereich Bauen und Planen der Gemeinde Ilsfeld rechnen müssen. "Das hat Zeit in Anspruch genommen", sagt Einhorn. Doch die Bauarbeiten an der rund 460 Quadrameter großen Alten Kelter kommen weiter voran, die Holzarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Ein Schallschutz wird noch eingerichtet.

Jetzt rechnen die Planer damit, dass bis zum Herbst dieses Jahres die Umbauarbeiten erledigt sind. Weitere vier Wochen sind für die Einbauarbeiten vorgesehen. "Wir schaffen es vor Weihnachten", zeigt sich Werner Häfele optimistisch. Der Geschäftsmann betreibt unter anderem die gleichnamige Metzgerei in Auenstein sowie eine weitere Markthalle in Winnenden. Die Markthalle Ilsfeld GmbH gründete er zusammen mit Sohn Armin.

Beim Beachvolleyball kam die Idee

Die Vorfreude auf eine Markthalle in Ilsfeld ist ungetrübt

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Visualisierung: Aichinger Ladenbau

Beim Beachvolleyballspiel mit Bürgermeister Thomas Knödler im Freibad kam die Idee für eine Markthalle auf. Wann immer Werner Häfele von dem Projekt in Ilsfeld spricht, gerät er ins Schwärmen, unter anderem von dem lokalen Charakter der Markthalle, der Nutzer und deren Sortiment. Häfele ist mit seiner Begeisterung nicht allein. Auch die Vorfreude in der Bevölkerung sei weiter ungetrübt, weiß Bürgermeister Knödler.

Ob sich diese Euphorie auch auf das Einkaufsverhalten übertragen wird? Mit der Lage an der König-Wilhelm-Straße ist die Markthalle auf jeden Fall recht exponiert. "Die Hälfte der Umsätze wird nicht nur aus Ilsfeld kommen, sondern auch von Pendlern aus dem Zabergäu", schätzt Werner Häfele. 11.200 Fahrzeuge passieren die Durchfahrt aus Richtung Lauffen täglich. Die vom Land geplante Ortsumfahrung würde hauptsächlich den Schwerlastverkehr weglenken, so Thomas Knödler.

 

Linda Möllers

Linda Möllers

Autorin

Linda Möllers kommt aus Weinheim an der Bergstraße und kam im November 2019 zur Heilbronner Stimme. Jetzt berichtet sie aus dem nördlichen und östlichen Landkreis - am liebsten über kulturelle und gesellschaftliche Themen.

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