Bürgermeisterkandidat verkauft Topinambur auf dem Wochenmarkt

Weinsberg  Die Weinsberger wählen am 2. Februar ihren Bürgermeister. Der Wahlkampf läuft - auch mit einem ganz ungewöhnlichen Ansatz.

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Bürgermeisterkandidat verkauft Topinambur auf dem Wochenmarkt

Die Kandidaten für den Bürgermeisterposten werben für sich auf dem Weinsberger Wochenmarkt. Auf den ersten Blick haben die drei die Fläche aufgeteilt: Stefan Thoma, der eine dritte Amtszeit anstrebt, verbindet den Wahlkampf mit dem Einkauf und plaudert zentral mit Kunden.

Der Bürgermeisterkandidat will vier Euro fürs Kilogramm Tobinambur

Lutz Ronneburg aus Tamm verteilt am Markt-Beginn in Richtung Bahnhofstraße Broschüren und spricht mit Wählern, und Dauerkandidat Samuel Speitelsbach hat sich am anderen Ende positioniert - hinter einem Tisch, auf dem er Topinambur anbietet. Vier Euro will er fürs Kilogramm. "200 Kilogramm habe ich geerntet", sagt der Kandidat.

Weinsberger loben die Vor-Ort-Präsenz der Kandidaten

"Ich frage ihn, wie man das zubereitet", sucht Jan Jankeje das Gespräch mit Speitelsbach. Der Weinsberger begrüßt es, dass sich die auswärtigen Kandidaten vor Ort zeigen. "Es ist sehr gut." Allerdings seien sie auf die Wähler angewiesen, die auf die Bewerber zugehen müssten.

Cosima Eichinger erzählt, dass Kandidaten stets vor Wahlen auf dem Markt seien. "Das ist hier Tradition." Sie legt großen Wert auf den persönlichen Eindruck: "Es ist wertvoll zu erleben, wie sie sprechen." Deshalb will sie zur städtischen Bewerbervorstellung gehen.

"Hier sind die Kandidaten präsent", lobt Gisela Reiter den Wahlkampf zwischen den Marktständen. Thoma kenne man, die anderen nicht. "Hier haben wir sie vor uns."


Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen in Neckarsulm, Ilsfeld, Untereisesheim und Weinsberg.

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