Beliebte Grillstelle niedergebrannt

Abstatt  Der Bereich auf dem Spielplatz Kaudenwald in Happenbach muss vorerst gesperrt bleiben. Die Gemeinde verspricht finanzielle Unterstützung.

Von Lisa Könnecke

Beliebte Grillstelle niedergebrannt

Von der Grillstelle samt Überdachung ist nicht mehr viel übrig. Ein Zaun schirmt den Platz voller Schutt und Asche vom restlichen Gelände ab.

Foto: Mario Berger

 

Das waren keine guten Neuigkeiten, die den Vorsitzenden Volker Thiele vom Verein Spielplatz Kaudenwald Sonntagabend erreichten. Ein Feuer hat die beliebte Grillstelle schwer beschädigt. Thiele schätzt den Schaden auf rund 15.000 Euro. Bürgermeister Klaus Zenth erklärt: "Der Platz am Kaudenwald ist vorerst gesperrt, die Sicherheit geht vor."

Als er am Sonntag von dem Brand erfuhr, musste er reagieren. Ein dort geplantes Schulfest mit Besuchern aus der Partnerstadt Léhon wurde auf eine angrenzende Wiese verlegt. "Wir sind auf mobile Gasgrills ausgewichen."

Glimmreste vorgefunden

Am Abend zuvor soll eine friedliche Geburtstagsfeier veranstaltet worden seien, sagt Vorsitzender Thiele. Sonntagmorgen folgte dann die böse Überraschung. Eine Passantin sah gegen zehn Uhr Rauch an besagter Stelle aufsteigen. Die alarmierte Polizei rückte mit einem Streifenwagen und zwei Mann an. Auch die Freiwillige Feuerwehr war mit zwei Fahrzeugen und elf Einsatzkräften im Einsatz. In rund 20 Minuten konnten die Glimmreste beseitigt werden.

Froh, dass nicht mehr passiert ist

Der Feuerwehrkommandant Rüdiger Rudolph erklärt, dass lediglich Nachlöscharbeiten nötig waren. Der Bereich sei bereits komplett niedergebrannt gewesen: "Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist." Das Feuer hätte sich auf die angrenzenden Bäume ausbreiten können.

Auf Nachfrage unserer Zeitung beim Polizeipräsidium Heilbronn heißt es, der Platz sei sauber und aufgeräumt vorgefunden worden. Von einem Fremdverschulden geht die Polizei daher nicht aus. Sie vermutet, dass starker Wind die Glutreste neu entfacht haben könnte, da zuvor das heftige Unwetter wütete.

Vandalismus als Ursache?

Für die Polizei ist der Fall damit erledigt. Für den Verein fängt er gerade erst an. Thiele glaubt nicht, dass das Unwetter Schuld am Brand ist. Er vermutet vielmehr, dass es sich um ein Fremdverschulden handelt: "Das Gelände wurde die letzte Zeit verstärkt Opfer von Vandalismus." Am Feiertag zu Christi Himmelfahrt, 10. Mai, zum Beispiel sei die Einfahrtsschranke mutwillig beschädigt worden. Thiele ist frustriert, auch weil der Verein letzes Jahr im November kurz vor der Auflösung stand. Es gab nicht genügend freiwillige Helfer, die für Arbeiten auf dem Spielplatzgelände notwendig gewesen wären. Er übernahm daraufhin die Vorstandschaft.

Bürgermeister Zenth betont, wie dankbar er für die Vereinsfortführung war und immer noch ist. Die Existenz des Vereins sei durch das Ausbrennen der Grillstelle nicht gefährdet. Er weiß: "Es ist eine gern besuchte Anlaufstelle für Feste und Kindergärten." Deshalb werde derzeit geprüft, inwieweit der Grillplatz versichert ist. Das laufe alles über die Gemeinde. "Wir sind dabei, ein Konzept zu erarbeiten, wie es nun weitergeht." Auch künftig wolle man sich "unabhängig von der Grillstelle finanziell beteiligen und Unterstützung leisten".