Baden und Campen am Breitenauer See wird teurer

Obersulm  Nicht nur Dauercamper und Touristen müssen mehr bezahlen, auch Naherholer werden zur Kasse gebeten - obwohl die Einnahmen seit 2017 beträchtlich nach oben geklettert sind.

Von Gustav Döttling
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Zwei neue XXL-Schlaf-Fässer sollen 2019 im Campingpark aufgestellt werden. Zurzeit sind es sechs Fässer. Sie sind bei Familien beliebt.

Foto: Gustav Döttling

Seit 2017 werden im Campingpark Pauschalen verlangt. Diese Neuerung und der Rekordsommer 2018 haben sich positiv ausgewirkt. Es konnten deutlich höhere Erlöse erzielt werden als in den Vorjahren, berichtete Marion Adams von der Geschäftsstelle des Naherholungszweckverbands Breitenauer See. Sie stellte in der Verbandsversammlung im Obersulmer Rathaus den Wirtschaftsplan und die Eckdaten des Zweckverbandshaushalts für 2019 vor.

Der Erfolgsplan 2019 hat ein Volumen von 1,93 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Campingpark 1,14 Millionen Euro, auf das Erholungsgebiet 558.600 Euro und den gemeinsamen Unternehmensbereich 231 400 Euro.

Erweiterung des Sanitargebäudes ist größter Posten

Der größte Posten im neuen Vermögensplan ist der Umbau und die Erweiterung des Sanitärgebäudes 3 mit geschätzten Gesamtkosten von 1,34 Millionen Euro. 300.000 Euro sind allein für den Umbau im Wirtschaftsplan 2019 eingestellt.

Außerdem ist geplant, zwei Privatbäder auf den vorhandenen Premium-Stellplätzen aufzustellen und zwei neue XXL-Familien-Schlaf-Fässer anzuschaffen.

Eine weitere Preiserhöhung ist 2019 für die Dauercamper und die Touristen-Camper vorgesehen, erklärte Adams. Im Dauercamper-Bereich werden vier Prozent mehr verlangt. Neu ist ein Eckplatz-Zuschlag in Höhe von 25 Euro. Eine Besuchergebühr von 50 Euro wird künftig in die Nebenkostenpauschale pauschal integriert, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Die Preise für Camping-Touristen werden je nach Saison ebenfalls erhöht. So steigt der Preis für die Übernachtung im Schlaf-Fass von 43 auf 45 Euro. Die Pauschale für zwei Personen pro Übernachtung auf dem Komfort-Standplatz beträgt in der Hauptsaison 33 Euro, einen Euro mehr als bisher.

Rekordeinnahmen im zurückliegenden Jahr

Im Naherholungsbereich sollen Jahreskarten und Zehnerkarten teurer werden. "2018 konnten im Erholungsgebiet Rekordeinnahmen in Höhe von 428.393 Euro erzielt werden, das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr", berichtete Marion Adams. Die Zehnerkarte für Erwachsene kostet künftig 27 Euro (bisher 25). Der Preis für die Jahreskarte steigt von 35 auf 42 Euro. Die Kombi-Karten für das Obersulmer Freibad mit Breitenauer See sind von der Preiserhöhung nicht tangiert.

Zum Thema Seebühne gebe es keine neuen Erkenntnisse, berichtete der Verbandsvorsitzende, Obersulms Bürgermeister Tilman Schmidt. Weinbaupräsident Hermann Hohl suche nach wie vor Sponsoren für einen Förderverein. Der Pachtvertrag mit dem Verein zur sportlichen Nutzung des Sees soll ab 2020 um weitere 25 Jahre verlängert werden.


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