5,8 Millionen Euro für die Michael-Beheim-Gemeinschaftsschule

Obersulm  Mit eine Bausumme von 5,8 Millionen Euro und zweieinhalb Jahren Sanierungszeit ist die energetische Sanierung samt Ausbau des Brandschutzes in der Obersulmer Michael-Beheim-Gemeinschaftsschule die teuerste Einzelmaßnahme der letzten Jahre.

Von Gustav Döttling
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Neuer Standort für Heizzentrale spart Geld

Neue Fenster, neue Heizung, neue Dachisolierung und Brandschutzmaßnahmen: Die Grundschule wird in zwei Bauabschnitten energetisch saniert.

Foto: Gustav Döttling

Bei einer Stimmenthaltung genehmigte der Gemeinderat die Standortänderung für die Heizzentrale in den bisherigen Technik- und Lagerraum im Untergeschoss der Gemeinschaftsschule und die Kostenberechnung für das Gesamtprojekt.

Für die Sanierung der Grundschule erkannte das Regierungspräsidium (RP) einen zuschussfähigen Bauaufwand von drei Millionen Euro an. Es bewilligte eine Million Euro als Festbetragsförderung. Die Sanierungen in der Gemeinschaftsschule fördert das RP mit einem Festbetrag von 1,85 Millionen Euro bei einem anerkannten zuschussfähigen Aufwand von 3,2 Millionen.

Gas statt Pellets

"Wir müssen heute über den neuen Standort für die Heizzentrale diskutieren", eröffnete Bürgermeister Tilman Schmidt die Beratung. Die Michael-Beheim-Schule sei schon immer ein herausragendes Gebäude gewesen, sagte er mit Blick auf die hohen Kosten. "Da sich der Gemeinderat gegen eine Pelletheizung und für Gaskessel mit einem Blockheizkraftwerk entschieden hat, haben wir einen neuen Standortvorschlag", erläuterte Architekt Philipp Ruppert. Der Technikraum der Gemeinschaftsschule, der bisher schon als Verteilraum für die in der Grundschule untergebrachte Heizung diene, biete gegenüber dem bisher geplanten Standort in den Garagen an der Kümmelstraße kostensparende Vorteile.

Was gemacht wird

Das Maßnahmenpaket in vier Bauabschnitten umfasst die Brandschutzsanierung in Grundschule und Gemeinschaftsschule, die Sanierung der Beleuchtung mit LED, LAN und WLAN-Verkabelung, Austausch der alten Fenster, Austausch der Innentüren, Einhausung des Treppenhauses, die komplette Flachdachsanierung, Installation einer Photovoltaik-Anlage, Schattenjalousien für die Grundschule und die Ertüchtigung des naturwissenschaftlichen Lehrraums mit modernen Medien und Lehrmaterialien.

"Bei einer Pelletheizung wäre das nicht möglich gewesen, jetzt entfällt die Lagerfläche für Heizmaterial und die Garagen können wie bisher genutzt werden", so Ruppert. Auch die Leitungsführung sei kürzer. Einziger Nachteil: "Wir müssen die Gasleitung für 5000 Euro verlängern."

Die Sanierungsmaßnahme in vier Bauabschnitten bringe in den nächsten zweieinhalb Jahren für die Schule einige räumliche Probleme mit sich, die man noch lösen müsse. Denkbar sei notfalls eine Containerlösung. Die Kosten seien noch nicht enthalten. Das Projekt müsse wegen der Förderung bis 2023 abgerechnet sein. Daher müsse die Sanierung der Grundschule 2020 so früh wie möglich beginnen.

Viele offene Fragen

"Wenn wir jetzt zu 5,8 Millionen Euro ja sagen, können wir dann später auch Gewerke ablehnen?", wollte Ulrich Hohl (FWV) wissen. "Wir haben bereits bei den Fassaden Abstriche gemacht, die jetzigen Gewerke sind notwendig", betonte der Bürgermeister.

"Wir haben noch viele Fragen, das ist ein Riesenprojekt, das wir stemmen", sagte Helmut Hornung (Grüne). Weil noch viele Fragen zu klären seien, beantragte sein Fraktionskollege Benjamin Friedle eine Verschiebung der Entscheidung und forderte zunächst eine Diskussion im Projektausschuss. Seinen Antrag zog Friedle dann jedoch wegen des zeitlichen Drucks der Maßnahme zurück, damit keine Fördergelder verloren gehen.

"Uns überzeugt die Lösung, ich hoffe, dass wir keine Container brauchen", signalisierte Monika Steg die Zustimmung der SPD. Eine klare Absage erteilte Tilman Schmidt den Wünschen einiger Räte, die vorschlugen, die Schule gleich um einige Klassenräume zu erweitern. "Dafür müssen wir erst Förderanträge stellen."

 

 


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