Neue Kita mit sechs Gruppen entsteht im Neckarsulmer Neuberg

Neckarsulm  Neckarsulm benötigt mehr Kita-Plätze. Eine neue Einrichtung soll im Herbst 2023 in Betrieb gehen. Im Stadtteil Obereisesheim sind Teile der Schule als Kindergarten im Gespräch.

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Beim Bolzplatz in Neckarsulm-Neuberg entsteht in den kommenden Jahren eine Kita. Der Gemeinderat lässt sich von einem Ingenieurbüro helfen.

Foto: Simon Gajer

Die Stadt muss zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Erst im vergangenen Jahr ist eine neue Einrichtung im Neckarsulmer Stadtteil Amorbach auf dem ehemaligen Gelände des Tennisclubs in Betrieb gegangen, nun hat der Gemeinderat die Weichen für einen Neubau im Neuberg gestellt. Auch in Obereisesheim tut sich etwas in den kommenden Monaten.

Das ist für Obereisesheim im Gespräch

Im Bereich der Betreuung ist Neckarsulm im Umbruch, viel muss in den kommenden Jahren investiert werden. Allerdings läuft es nicht zwangsläufig auf einen Neubau hinaus. Beispiel Obereisesheim: Weil die weiterführende Schule in den kommenden Jahren ausläuft, wird es dort nur noch eine Grundschule geben. Die leeren Räume, entstanden durch das Aus der weiterführenden Schule, könnte zu Räumen für Kindergartenkinder und unter Dreijährigen werden. Geprüft wird, ob das so machbar ist. Entschieden ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Außerdem soll in der Kernstadt ein dreigruppiges Haus entstehen - kurzfristig, betonte das Rathaus vor einigen Wochen. Zudem zieht das Montessori-Kinderhaus um: Vorgesehen ist, den Neubau auf dem Grundstück Friedenstraße/Mozartstraße zu realisieren und die neue Kita auf zwei Gruppen zu erweitern.

Neuberg-Kita soll der "Kita am Stadtpark" ähneln

Vorangekommen ist unterdessen das Projekt am Rand vom Neuberg, wo eine sechsgruppige Kita beim Bolzplatz entstehen soll. Die Stadtverwaltung befasst sich mit dem Thema ausführlich in einer Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Die Stadtverwaltung schlägt darin dem Gremium vor, den Neubau auf der Basis der bereits mit der "Kita am Stadtpark" erprobten Planung zu realisieren.

Beim Neubau dieser Kita habe das Hochbauamt neben der Bauherrenfunktion und der Projektsteuerung auch noch alle Architektenleistungen selbst übernommen. Das Rathaus betont dazu: Das sei aufgrund der Menge und Größe der aktuellen Bauaufgaben jetzt nicht mehr möglich. "Es wird deshalb ein externes Architekturbüro mit den Architektenleistungen zu beauftragen sein, wobei trotz der erforderlichen Anpassung der Planung an das neue Grundstück und der angesprochenen Optimierungen in erheblichem Umfang auf die Vor-Leistungen aus dem Ursprungsprojekt aufgesetzt werden kann."

Betrieb ab 2023

Die Stadt will die Planung der "Kita am Stadtpark" an den neuen Standort in Neuberg anpassen. Das habe, so die Verwaltung an den Gemeinderat, mehrere Vorteile: Durch das Vorhandensein sowohl der Planungen als auch der Vorerfahrungen aus Bau und Betrieb könne ein bereits sehr gutes Gebäude mit der zweiten Auflage weiter optimiert werden. Zudem können Planungskosten reduziert werden, außerdem verkürzen sich Entwicklungs- und Planungszeit.

Die Stadtverwaltung will nun Angebote einholen. Ziel ist es, noch im Herbst den Baubeschluss zu treffen. Anfang kommenden Jahres soll mit dem Bau begonnen werden. Die Verwaltung betont: Die neue Einrichtung solle zum Kita-Jahr 2023/2024 in Betrieb gehen. Wer den Betrieb übernimmt, das will die Stadtverwaltung in Kürze mit dem Gemeinderat klären.


Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen im nördlichen Landkreis Heilbronn, vor allem aus den Städten Neckarsulm, Möckmühl und Neudenau.

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