Kreissparkasse Heilbronn geht mit neuer Filiale in Bad Friedrichshall die Zukunft

Bad Friedrichshall  Am Friedrichsplatz in Bad Friedrichshall beginnt der Bau eines Beratungszentrums der Kreissparkasse mit 20 Wohnungen. Die Bank investiert rund 23 Millioenen Euro.

Email

Den Spatenstich vollzogen Architekt Steffen Wahl (von links), Vorstand Bernhard Steck, Bürgermeister Timo Frey, Vorstand Marcus Nähser und Tanja Dreifeld (Bau- und Gebäudemanagement).

Foto: Ralf Seidel

Die Kreissparkasse (KSK) Heilbronn investiert derzeit kräftig in neue Beratungszentren. Nun startete der Neubau einer Filiale in Bad Friedrichshall mit einem Spatenstich.

Die Besonderheit dabei ist, dass auch 20 zentrumsnahe Wohnungen im neuen Gebäude entstehen. KSK-Vorstand Marcus Nähser betonte zudem, dass man der exponierten Lage am Friedrichsplatz - im Herzen der Stadt - mit einem prägnanten Gebäude Rechnung trage. Die Architektur orientiere sich aber auch an der Umgebungsbebauung und füge sich gut ein.

Das Architekturbüro Mattes, Riglewski und Wahl habe das genau nach den Wünschen der KSK umgesetzt. Die Bank nimmt für das Bauvorhaben rund 23 Millionen Euro in die Hand.

Neue Räume lassen sich an Veränderungen anpassen

Mit dem neuen Beratungszentrum ist die KSK gut gewappnet, da sich die neuen Räume an Veränderungen anpassen ließen, sagte Marcus Nähser. "Wir wollen langfristig bleiben." Die KSK wolle ein Teil der Neuentwicklung der Stadt Bad Friedrichshall sein.

Seit 1964 betreibt die Kreissparkasse eine Filiale am Friedrichsplatz 1, berichtete Tanja Dreifeld, Abteilungsleiterin Bau- und Gebäudemanagement. 1995 und 2000 sei umgebaut und aufgestockt worden. Als sich die Anforderungen an eine moderne Bank-Beratung aber immer mehr veränderten, reichten die Räume nicht mehr aus. Im Jahr 2019 sei die Entscheidung gefallen, an derselben Stelle in Bad Friedrichshall einen Neubau zu verwirklichen. Entstehen sollen zwei leicht gedrehte Baukörper mit fünf und sieben Geschossen, erläuterte Tanja Dreifeld. Das Gebäude bekomme eine Klinker-Fassade und im Erdgeschoss eine große Glasfront.

Im Mai hatte der Abriss der alten Filiale begonnen. Seither wurde das Baufeld freigeräumt und ein Stockwerk in die Tiefe gegraben. Bevor in die Höhe gebaut wird, geht es noch ein weiteres Stockwerk tiefer, so dass die Tiefgarage später zwei Stockwerke hat. Die Einfahrt erfolgt laut Tanja Dreifeld von der Seite des Ärztezentrums aus. In der Tiefgarage seien 49 Autostellplätze und mehrere Stellflächen für Fahrräder vorgesehen. Die Parkplätze seien teilweise auf E-Mobilität ausgerichtet. Sieben Kurzzeitparkplätze sowie Sitzgelegenheiten und Radstellplätze seien im Außenbereich geplant.

Schalterbereich im Erdgeschoss, Büros und Wohnungen in den Obergeschossen

Im Erdgeschoss des Gebäudes finde auf 800 Quadratmetern der neue Schalterbereich mit den SB-Automaten Platz. Auf zwei Stockwerken darüber entstünden Büroräume und ab dem dritten Obergeschoss die 20 Mietwohnungen. Auf dem Dach wird es eine Photovoltaikanlage und eine Dachterrasse für die Mieter geben, beschreibt Dreifeld die Planungen.

Dass dieses "imposante Gebäude" bereits jetzt in der Realisierungsphase ist, nachdem 2018 und 2019 erste Gespräche geführt worden waren, hätte Bürgermeister Timo Frey, wie er sagte, nicht gedacht. Er freue sich, dass die Stadt auch weiterhin ein attraktiver Partner für die Kreissparkasse sei.

Das neue Beratungszentrum sei ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung der Friedrichshaller Straße, die seit Jahren vorangetrieben werde. Es sei inzwischen schon ein guter Mix an Nutzungen gelungen. Im Rahmen des Sanierungsprogramms "Stadtmitte III" sei aber auch noch einiges zu tun zwischen Rathaus und Friedrichsplatz. Hinter dem architektonisch ansprechenden Neubau der KSK stehe auch der Gemeinderat, fügte der Bürgermeister hinzu. "Wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ein Investor dieses Geld setzt", so Frey.

Der Rohbau soll im September 2022 fertig sein

Der Rohbau der neuen KSK-Filiale mit Wohnungen soll Tanja Dreifeld zufolge bis September 2022 fertig sein. Eröffnung wolle man möglichst im Sommer 2023 feiern, sagte sie. In der Zwischenzeit finden die Kunden die Sparkassen-Mitarbeiter und die Geldautomaten in einer Interims-Filiale in der Friedrichshaller Straße 34.

Teil einer neuen Strategie

Der Bau des Beratungszentrums in Bad Friedrichshall ist Teil einer neuen Strategie der Kreissparkasse Heilbronn. Kompetenzen sollen der Bank zufolge gebündelt werden. Deshalb wurde zuletzt auch in Weinsberg die Filiale umgebaut. Nach dem gleichen Modell entsteht das Gebäude in Bad Friedrichshall. Zeitgleich errichtet das Institut in Lauffen ein neues Beratungszentrum. Die Kreissparkasse Heilbronn hat eine Bilanzsumme von zwölf Milliarden Euro vorzuweisen und rund 1500 Mitarbeiter in der Stadt und im Landkreis Heilbronn. Gegründet wurde sie 1856.


Katharina Müller

Katharina Müller

Autorin

Katharina Müller arbeitet seit Januar 2019 bei der Heilbronner Stimme und kümmert sich in der Regionalredaktion um Themen aus dem nördlichen Landkreis. Zuständig ist sie für Bad Friedrichshall, Neckarsulm, Neuenstadt, Langenbrettach, Hardthausen und Jagsthausen.

Kommentar hinzufügen