Friedrich-von-Alberti-Gymnasium feiert 25-jähriges Bestehen

Bad Friedrichshall  Bei einer kleinen Feierstunde in der Bad Friedrichshaller Schule blickten Schulleiter und Bürgermeister auf die Geschichte zurück und formulierten Geburstagswünsche. Eine größere Feier wird im kommenden Sommer nachgeholt.

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Auf dem Podium sprechen die früheren Schulleiter Wolfgang Haffelder (links) und Oliver Klis sowie die aktuelle Direktorin Edeltraud Smolka über die Schule.

Am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium stehen die Schüler im Mittelpunkt. Das wurde bei einer Feier zum 25-jährigen Bestehen der Bad Friedrichshaller Schule deutlich. Durch das Programm führten nicht etwa die Lehrer oder die Direktorin, sondern die Schülersprecher sowie die Fünftklässlerinnen Frieda Leubner und Lina Demirel. Die beiden interviewten mit viel Witz und Charme sogar Bürgermeister und Schulleiter auf dem Podium und ernteten dafür viele Lacher und Applaus. Die Feier fand wegen Corona in kleinem Rahmen statt, soll aber im kommenden Jahr beim Sommerfest mit einer "25-Plus-Eins-Feier" nachgeholt werden.

Peter Knoche erinnert sich genau an die Gründung des Gymnasiums

An die Gründung des Gymnasiums konnte sich bei der Veranstaltung in der Aula der Schule einer besonders gut erinnern: Peter Knoche. Er war damals Bürgermeister von Bad Friedrichshall und erzählte, dass die Zusage für den Bau der Schule 1992 ein echtes Weihnachtsgeschenk war. Sie kam nämlich am 22. Dezember.

Aber warum brauchte Bad Friedrichshall überhaupt ein eigenes Gymnasium? Das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) in Neckarsulm war doch nicht weit weg. "Es gab einen enormen Einwohnerzuwachs", berichtete Peter Knoche. Durch den neuen Stadtteil Plattenwald und auch durch Entwicklungen in Amorbach zogen Tausende neue Bürger in die Stadt. Anfangs gingen die Bad Friedrichshaller Kinder noch ans ASG, dafür musste die Stadt aber Geld an Neckarsulm bezahlen. "Wir wollten dann unser eigenes Gymnasium", betonte Knoche. So habe er Kontakt mit dem Kultusministerium aufgenommen und hatte Erfolg.

20 Millionen Euro investierte die Stadt in den Bau der Schule

Friedrich-von-Alberti-Gymnasium feiert 25-jähriges Bestehen

Musik darf bei einem Fest des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums nicht fehlen: Schüler, Lehrer und Eltern spielen zum 25. Geburtstag.

Fotos: Katharina Müller

Das Geld für den Bau - benötigt wurden rund 20 Millionen Euro - war in der Stadtkasse vorhanden, da die Grundstücke im rund 20 Hektar großen Baugebiet Plattenwald im Eigentum der Stadt gewesen waren, erzählte Knoche weiter. Ein Teil des Erlöses konnte für das Gymnasium verwendet werden. Das Gefühl bei der Eröffnung 1996 könne er nicht beschreiben, sagte Knoche den jungen Moderatorinnen. "Es war ein Höhepunkt in meinen 24 Jahren als Bürgermeister."

Voller Stolz sprachen auch Alt-Bürgermeister Peter Dolderer und der heutige Rathauschef Timo Frey vom Gymnasium mit seinen besonderen Aktivitäten, Musicals und Profilen. Timo Frey versprach, dass die Stadt die Schule weiterhin gut ausstatten werde.

Die Musik und die Projekte am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium waren auch für Oliver Klis die wichtigsten Gründe, sich dort als Schulleiter zu bewerben, erzählte der Vorgänger von Edeltraud Smolka, die seit dem aktuellen Schuljahr die Chefin ist. "Es herrscht hier ein ganz anderer Geist", schwärmte Oliver Klis.

Das bestätigte Edeltraud Smolka. Sie freue sich schon darauf, wenn wieder mehr Gemeinsamkeit stattfinden könne. "Bisher war es für mich mehr ein Verwalten als ein Gestalten." Ihr sei es vor allem wichtig, dass die Schüler an ihrer Schule zu empathischen Menschen werden, die man gut vorbereitet in die Welt entlassen könne. Zwei Wünsche zum Schul-Geburtstag hatte Smolka aber auch noch.

Digitale Tafeln werden sehnlichst erwartet

Friedrich-von-Alberti-Gymnasium feiert 25-jähriges Bestehen

Frieda Leubner (links) und Lina Demirel interviewen die Gäste.

Sie hoffe, dass bald die digitalen Tafeln geliefert werden, die bestellt wurden. "Am liebsten noch vor Weihnachten." In Richtung Bürgermeister Frey gab sie den Wunsch weiter, wirksame Sonnensegel zu installieren, da es in der Schule im Sommer sehr heiß werde. Auch Wolfgang Haffelder, von 2006 bis 2014 Schulleiter am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium, war zur Feierstunde gekommen. Hartwig Welsch, der erste Schulleiter in der Geschichte der Schule konnte nicht dabei sein.

Mit einem Video nahm Leo Bergler, der es mit seinem Lehrer Axel Schütz gestaltet hatte, die Besucher mit auf eine bildreiche Zeitreise durch die 25-jährige Geschichte des Gymnasiums.

Drei Profile und ein besonderes Fach

Das Friedrich-von-Alberti-Gymnasium (FvAG) ist ein G8 mit den Profilen Naturwissenschaften, Sprachen und Musik. Eine Besonderheit ist das Fach Sozialkompetenztraining. Außerdem sind der Schule nach eigenen Angaben Medienkompetenz und Nachhaltigkeit wichtig. Mit der Initiative Changemaker und einer Fair-Trade-AG setze sie den Gedanken der Einen-Welt um. In 25 Jahren haben 1448 Schüler das Abitur am FvAG abgelegt. Derzeit hat die Schule 630 Schüler. Seit 1997 gibt es einen Förderverein, der aus Eltern und anderen Unterstützern besteht.

 

Katharina Müller

Katharina Müller

Autorin

Katharina Müller arbeitet seit Januar 2019 bei der Heilbronner Stimme und kümmert sich in der Regionalredaktion um Themen aus dem nördlichen Landkreis. Zuständig ist sie für Bad Friedrichshall, Neckarsulm, Neuenstadt, Langenbrettach, Hardthausen und Jagsthausen.

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