Kandidat Bürgermeisterwahl Bad Wimpfen: Franziska Regge

Bad Wimpfen  Franziska Regge möchte als Bürgermeisterin auch die Verkehrsprobleme in der Stadt angehen.

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Nach Feierabend lernt Franziska Regge für ihr Studium BWL und Wirtschaftspsychologie. Das Bachelor-Studium möchte sie in jedem Fall abschließen.

Foto: Ralf Seidel

Als Franziska Regge vor neun Jahren von der Oberlausitz nach Bad Wimpfen zieht, verliebt sie sich in die kleine Stadt mit den urigen Fachwerkhäusern. Als Bürgermeisterin möchte die 35-Jährige unter anderem die Verkehrsprobleme in der Stadt angehen und die Digitalisierung vorantreiben.

In die Stadt verliebt

Erst pendelte Franziska Regges Mann Robert aus beruflichen Gründen regelmäßig in den Landkreis. "Während mein Mann gearbeitet hat, habe ich hier alles erkundet. Wir haben dann oftmals ein verlängertes Wochenende in Bad Wimpfen gemacht", erinnert sie sich. Vor neun Jahren zieht das Paar dann ganz in die ehemalige Stauferstadt. Mit der Geburt von Söhnchen Kurt im Jahr 2014 ist das Glück perfekt. "Wir haben uns hier einen guten Freundeskreis aufgebaut und sind glücklich", sagt sie.

 

Derzeit arbeitet Franziska Regge in Vollzeit als Sachbearbeiterin bei einem überregional tätigen Einzelhändler. Neben der Arbeit als Sachbearbeiterin lernt Franziska Regge am Abend für ihr BWL- und Wirtschaftspsychologie-Studium. In ihrer freien Zeit genieße sie vor allem das Zusammensein mit ihrem Mann Robert und Sohn Kurt. "Wir sind viel draußen unterwegs, fahren Rad oder stehen auf dem Stand-up-Paddle." Große Begeisterung hege sie auch fürs Grillen. "Bei uns kommt viel Gemüse und Obst auf den Rost", erzählt Regge, die auf Fleischprodukte verzichtet. "Ich streichele Tiere lieber, als sie irgendwo hängen zu sehen."

Chance, etwas zu verändern

In der Rolle als Bürgermeisterin sieht die gelernte Bürokauffrau die Chance, in der Stadt für Veränderung zu sorgen. "Als berufstätige Person schafft man es kaum in die Gemeinderatsitzungen. Ich möchte mich deshalb dafür einsetzen, dass die Sitzungen online übertragen werden." Das sei auch deshalb sinnvoll, um Bürgernähe zu schaffen. Dass der Wimpfener Heimatbote nur einmal wöchentlich und "vorgefiltert" erscheint, hält sie für unzureichend. "Das sind zu wenig Infos", betont Franziska Regge.

 

Als Bürgermeisterin wolle sie zudem die Verkehrsinfrastruktur verbessern, neue Wege erschließen. Bauen und Wohnen werde in Bad Wimpfen auch immer teurer. Das solle sich ändern. "Ich möchte schauen, wie man das positiv beeinflussen kann." Dass sie keine Verwaltungserfahrung mitbringt, sieht die 35-Jährige nicht als Nachteil. "Ich habe mich im Laufe meines Lebens immer wieder in neue Bereiche eingearbeitet." Über die Stationen ihres wirtschaftlichen Backgrounds informiert Regge auf ihrer Homepage. Ruhig und überlegt - so beschreibt sie sich selbst. "Ich wäge meine Entscheidungen sorgfältig ab", erklärt sie. Sie habe sich auch vorgenommen, sich treu zu bleiben. "Ich will niemandem nach dem Mund reden." Sollte sie die Wahl am 24. Oktober gewinnen, würde ihr Mann auf privater Ebene unterstützen. Das Studium wolle sie parallel zum Amt abschließen.


Kirsi-Fee Rexin

Kirsi-Fee Rexin

Autorin

Kirsi-Fee Rexin begann im Jahr 2014 ein Volontariat bei der Heilbronner Stimme. Seit 2016 ist sie als Redakteurin im Ressort Landkreis hauptsächlich für Kommunen im nördlichen Landkreis zuständig.

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