Ferienprogramme für Kinder in den Sommerferien: Zwischen Vorfreude und Abwarten

Region  Kommunen im Landkreis Heilbronn hoffen darauf, dass sie dieses Jahr ihre Kinderferienprogramme anbieten können. Die Corona-Krise macht die Vorbereitungen nicht gerade einfacher.

Von Stefanie Pfäffle
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Das Angebot an Ferienfreizeiten musste 2020 reduziert werden. Für dieses Jahr sind die meisten Gemeinden zuversichtlich, Angebote wie einen Besuch beim Hundesportverein anbieten zu können. Foto/Archiv: Pfäffle

Die Sommerferien werfen ihre Schatten voraus. Während es bei vielen wohl darum geht, ob, wie und wo sie in den Urlaub gehen können, laufen bei den Kommunen im nördlichen Landkreis zumindest teilweise die Vorbereitungen für die Kinderferienprogramme auf Hochtouren. Während bei manchen schon die Anmeldung läuft, warten andere vorsichtshalber noch ab und setzen auf die große Flexibilität der örtlichen Vereine.

In Neuenstadt ist Sarah Einfalt für das Ferienprogramm zuständig. Die Planung ist sie nicht wie im vergangenen Jahr, sondern wie in Zeiten vor Corona angegangen. "Letztes Jahr waren wir sehr spät dran, weil niemand wusste, was gehen könnte", erzählt Einfalt. Deswegen habe sie lieber so geplant, als wäre alles in Ordnung als wieder alles auf den letzten Drücker organisieren zu müssen. 43 Programmpunkte stehen auf der Liste für die 40. Auflage, einige davon doppelt, so viele wie vor Corona und die Anmeldungen laufen noch bis zum 11. Juni, wobei sich Einfalt da etwas Puffer lässt.

Die Vereine und Institutionen seien sehr motiviert, trauen sich mehr als 2020 und sind bereit, etwa Gruppen zu halbieren. Stetig ist Sarah Einfalt im Austausch mit dem Kreisjugendamt, denn noch weiß keiner, wie groß die Gruppen sein dürfen und ob vielleicht ein Testkonzept nötig ist. "Letztlich wissen wir erst kurz vor den Sommerferien, ob es geht oder nicht, da muss man dann spontan reagieren." Man sei jetzt hoffnungsvoll, die Zahlen seien momentan auch vielversprechend.

Das Kinderferienprogramm in Bad Wimpfen ist vorbereitet und soll stattfinden, soweit es die Bestimmungen zulassen. Neun Partner der Stadt bieten 19 verschiedene Programmpunkte an. Ob die Kinderferienwoche, die traditionell zu Beginn der Ferien stattfindet, angeboten werden kann, ist derzeit noch offen.

Wenig Rückmeldungen von Vereinen in Langenbrettach

In Langenbrettach laufen die Planungen, die Vereine sollen sich bis zum 6. Juni zurückmelden. "Bisher habe ich leider nur wenige Rückmeldungen bekommen, aber meine Hoffnung ist, dass die Vereine noch die neuen Verordnungen abgewartete haben und nun in die Überlegungen einsteigen", erklärt Sabine Sander, im Rathaus für das Ferienprogramm zuständig, vor einer guten Woche. 2020 hatte es kein Angebot gegeben. Bei den derzeitig geltenden Verordnungen werde eine Umsetzung aber wohl schwierig, befürchtet sie. "Aber wir hoffen!" Eine endgültige Entscheidung wird Mitte/Ende Juni getroffen. Die zweiwöchige Mühlenfreizeit werde aber, wie auch im vergangenen Jahr, auf jeden Fall umgesetzt.

Jagsthausen hält sich dagegen noch zurück. "Wir sind noch nicht in die Planung eingestiegen und warten sicherlich noch einige Zeit ab", erklärt Hauptamtsleiterin Simone Dörner. Was dann kurzfristig noch machbar sei, werde sich zeigen. Im vergangenen Jahr habe man es dank einiger Vereine noch geschafft, ein Mini-Ferienprogramm zusammenzustellen.

Vorfreude in Neckarsulm

In Neckarsulm ist man in Sachen Sommerspaß hoch motiviert. Das Kinder- und Jugendreferat hat frühzeitig geplant, das Programmheft mit 51 Angeboten von 26 Veranstaltern, überwiegend im Freien, erscheint nach den Pfingstferien. 2020 waren es noch 37 Programmpunkte von 18 Anbietern. "Sie freuen sich, dass es nach Monaten ohne Kultur- und Bildungsangebote endlich wieder ein Programm gibt", berichtet Pressesprecher Andreas Bracht.

Die Zahl der möglichen Teilnehmer richtet sich nach der aktuellen Inzidenz. Der Anmeldezeitraum beginnt am 24. Juni.

 


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