Kandidat Bürgermeisterwahl Bad Wimpfen: Andreas Zaffran

Bad Wimpfen  Als Bürgermeister von Bad Wimpfen will Andreas Zaffran Baugebiete mit Augenmaß und Ziel erschließen.

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Hat sich in der vergangenen Zeit mit den Menschen und den Örtlichkeiten von Bad Wimpfen vertraut gemacht: Bürgermeisterkandidat Andreas Zaffran.

Foto: Ralf Seidel

Obwohl Andreas Zaffran ursprünglich aus Bayern kommt, ist er sich sicher: "Bad Wimpfen und ich, das passt gut zusammen." Die Wimpfener seien ein offenes Volk, das sich seiner reichsstädtischen Vergangenheit bewusst sei und obendrein eine bemerkenswerten Vereinskultur habe.

"Die Geschichte ist unser Erbe"

Als Geschichtsinteressierter, der in diesem Fach auch Abitur gemacht habe, hat der 38-Jährige kürzlich an zwei Stadtführungen teilgenommen. Dass das Wahrzeichen, der Blaue Turm, aufwendig saniert wird, das hätte er als Bürgermeister genauso entschieden. "Die Geschichte ist unser Erbe, das müssen wir erhalten", betont der stellvertretende Hauptamtsleiter von Bad Mergentheim.

Beeindruckt habe ihn die Vereins- und Ehrenamtlichen-Struktur der Stadt. "Wie der SG Bad Wimpfen und der Bauhof miteinander in Sachen Rasenpflege jonglieren, muss unbedingt so bleiben. Das geht auf dem kurzen Dienstweg und darf nicht verbürokratisiert werden", erklärt der ehemalige Jugendfußballtrainer. Vor einiger Zeit habe er bei der Tischtennisabteilung mittrainiert. "Die haben mich mal kurz von der Platte gefegt", berichtet Zaffran, der im Vorstand des CDU-Ortsverbands Wachbach aktiv ist.

 

Präsenz - das A und O als Bürgermeister

Auch mit den Gewerbetreibenden hat Andreas Zaffran, der zwölf Jahre als Gebirgsjägeroffizier bei der Bundeswehr war, erste Kontakte geknüpft. An diesem Abend trifft er sich mit dem Vorstand des Handels- und Gewerbevereins. Vor Ort präsent zu sein sei für einen Bürgermeister das A und O. "Man muss auch in der Stadt einkaufen oder abends in den Gaststätten Essen gehen, um zu wissen, was die Bürger bewegt", ist Zaffran, der sich selbst als zielstrebig, dynamisch, ehrlich und direkt beschreibt, überzeugt.

Was fällt dem Bewerber zum Wohnungsmarkt in Bad Wimpfen ein? "Schwierig", so Zaffrans Fazit. Doch trotz der angespannten Lage halte er es nicht für möglich, dass sich Bad Wimpfen bis zur Gemarkungsgrenze ausdehnt. "Wenn wir Neubaugebiete erschließen, dann mit Augenmaß, Ziel und unter ökologischen Gesichtspunkten", erklärt der vierfache Familienvater. Vorstellbar seien Mischgebiete aus Gewerbe und Wohnen, denn die Versorgung müsse vor Ort sein. Für die Belebung der Stadt wünscht er sich einen Frequenzbringer wie beispielsweise einen Drogeriemarkt.

In Sachen Verkehr will Andreas Zaffran eng mit den Nachbarkommunen zusammenarbeiten, denn "wenn wir hier etwas ändern, hat das auf umliegende Kommunen Auswirkungen". Er könne sich auch gut vorstellen, als neuer Bürgermeister mit dem neuen Landrat Türen aufzustoßen.

 


Kirsi-Fee Rexin

Kirsi-Fee Rexin

Autorin

Kirsi-Fee Rexin begann im Jahr 2014 ein Volontariat bei der Heilbronner Stimme. Seit 2016 ist sie als Redakteurin im Ressort Landkreis hauptsächlich für Kommunen im nördlichen Landkreis zuständig.

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