Zeitzeugen erinnern sich an das KZ Kochendorf und die Todesmärsche

Zeitzeugen erinnern sich an das KZ Kochendorf und die anschleißenden Todesmärsche durch die Region.
Pierre Davance bei der Ausstellungseröffnung in der Gedenkstätte im Salzbergwerk. Foto: Guido Sawatzki   Bild: Sawatzki

Region  Von Kochendorf ging es über Neckarsulm, Weinsberg und Wüstenrot zum Konzentrationslager Dachau. Zeitzeugen schildern ihre Erlebnisse und ehemalige Kriegsgegner schließen Freundschaften.


Eine Hektik hat das Lager ergriffen. Menschen schreien und rennen durcheinander. Maschinengewehrfeuer ist zu hören. "Ich liege fast nackt auf der Erde. Um mich herum fällt Schnee", erzählt Pierre Davance im Stimme-Gespräch. Der 96-jährige erinnert sich an den 29. April, den Tag, an dem er aus dem KZ Dachau befreit wurde. Einen Monat vorher ist der 19-Jährige noch im KZ Kochendorf. Der Franzose hatte für den Widerstand im besetzten Frankreich Nachrichten weitergegeben. Im Neckartal