Von Repair-Café bis Vater-Kind-Erlebnistag

Hardthausen  Eva Vögler ist seit Dezember neue VHS-Außenstellenleiterin in Hardthausen und hat viele neue Ideen für das Herbstsemester 2019.

Von Kirsi-Fee Rexin
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Sachen organisieren, Themen planen, Netzwerke aufbauen - das ist total Eva Vöglers Ding. "Dabei blühe ich richtig auf", verrät die Hardthausenerin. Das weiß auch Ehemann Mirko. Kein Wunder also, dass er ihr im November die Stellenausschreibung der VHS-Außenstellenleitung in Hardthausen im Gemeindeblatt mit den Worten "Guck" mal, das wäre doch was für dich" unter die Nase schiebt. Die 38-Jährige packt die Gelegenheit beim Schopf und ist nur wenige Wochen später die Nachfolgerin von Britta Kreß, die sich nun für zwei Jahre in Mutterschutz und Elternzeit verabschiedet hat.

Mit der Geburt des zweiten Kindes beschließt Eva Vögler: "Jetzt darf es auch etwas ländlicher sein." Von Ludwigshafen zieht die Familie 2009 ins dörfliche Hardthausen. Schon damals kommt Vögler mit der VHS in Kontakt. Sie gibt als Dozentin Kurse für Kinderyoga. Die gelernte Krankenschwester wurde im Alter von zehn Jahren selbst regelmäßig von ihrer Mutter Sigrid zum Yoga begleitet.

Vom Konzept überzeugt

Auch das Konzept der VHS ist es, das sie gerne unterstützen möchte und das sie letztlich dazu bringt, ihre Bewerbung als Außenstellenleiterin abzuschicken: "Mir gefällt es, dass die VHS Leuten die Möglichkeit gibt, etwas Neues zu lernen. Es ist ein niederschwelliges Angebot, für das sich die Menschen aus freien Stücken entscheiden und das sie deshalb auch mit einer tollen Einstellung besuchen."

Schon wenig später wird Eva Vögler zum Vorstellungsgespräch in die Zentrale der VHS Unterland in Heilbronn eingeladen - und überzeugt. "Es freut mich sehr, dass wir mit Eva Vögler eine Elternzeitvertretung für die Außenstelle Hardthausen der VHS Unterland gefunden haben, die sehr gut geeignet ist, die gute Arbeit von Frau Kreß in den kommenden zwei Jahren weiterzuführen", erklärt Elisabeth Asche, Direktorin der VHS Unterland.

"Eva Vögler ist es gewohnt, auf Menschen zuzugehen und für ihre Bedürfnisse eine Antwort zu finden. Als Bürgerin von Hardthausen kennt sie hier bereits viele Menschen, teilweise über ihren Beruf, teilweise über Schule und Kindergarten. Ich bin mir sicher, dass sie Eigenschaften und Qualitäten einbringen kann, die gut sind für die weitere Entwicklung des außerschulischen Bildungsangebots in Hardthausen."

Mitten in der Einarbeitung

Vögler steckt derzeit mitten in der Einarbeitung. Für die Organisation und Koordination muss die dreifache Mutter zahlreiche Computerprogramme lernen, sie bekommt Starthilfe in Sachen Themenplanung sowie Abrechnung. "Jetzt zu Beginn erscheint das alles erstmal viel. Aber ich bin mir sicher, sobald ich mich mal richtig eingearbeitet habe, wird das gut bewältigbar sein", ist sich Vögler sicher.

Weil die VHS in Hardthausen kein festes Büro hat, arbeitet Vögler von Zuhause aus. "Das erlaubt mir auch eine flexible Planung mit meinen Kindern und meiner anderen Stelle", erklärt Vögler, die auf Teilzeitbasis im Außendienst tätig ist.

Ideen für das Herbstsemester 2019

Erstmals eigene Kurse planen wird Eva Vögler für das Herbstsemester 2019. Schon jetzt hat sie dafür viele Ideen: "Ich fände es schön, mehr Kurse für Männer anzubieten. Zum Beispiel ein Repair-Café, bei dem sich Dozent und Teilnehmer über die Reparatur technischer Gegenstände austauschen. Oder Vater-Kind-Erlebnistage, denn manchmal fehlen einfach die Ideen für Unternehmungen." Senioren möchte sie Hilfe in Sachen digitale Medien geben. "Generell fände ich eine Kooperation mit Schule und Kindergarten super."

 


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