Verdiente Bürger stehen im Mittelpunkt beim Neujahrsempfang in Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall  Das DRK zeichnet beim Neujahrsempfang eine Reihe von Mehrfach-Blutspendern aus. Ein Teilnehmer bringt es bereits auf 100 Teilnahmen. Langjährig engagierte Mitglieder in Vereinen und Organisationen bekommen zudem den Ehrenamtspreis.

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Eindrucksvoll der Auftritt der Solistinnen Greta Rothweiler (l.) und Clara Bertsch mit dem Sinfonieorchester der Musikschule Unterer Neckar.

Es ist eng im Eingangsbereich der Otto-Klenert-Schule. Frauen und Männer drängen sich an den Stehtischen, prosten sich beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Friedrichshall am Freitagabend zu. Beim offiziellen Teil in der Aula bleiben nur wenige der 250 Stühle frei.

Anspruchsvolle Kompositionen der Musikschule Unterer Neckar, ein bebilderter Streifzug durch 2019 und ein kurzer Ausblick auf 2020 von Bürgermeister Timo Frey, herrliche Aufnahmen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt von Thomas Kemmel in seinem Video zum Nabu-Projekt Kinder & Natur sorgen für einen kurzweiligen Abend. Bei diesem kommen Mehrfach-Blutspender und langjährige engagierte Bürger zu Ehren.

Die einfachste Art, Menschen zu helfen

So wie Michaela Schwarzkopf, die für 50 Blutpsenden ausgezeichnet wird. Deshalb ist sie der Einladung zum Empfang gefolgt. "Es ist die einfachste Art, anderen Menschen zu helfen", begründet sie ihre Teilnahme an den Blutspende-Aktionen. Frank Ferenbach ist der Bitte des DRK nachgekommen, doch endlich zu einer Ehrung zu gehen, schließlich bringt er es jetzt auf 100 Blutspenden.

Verdiente Bürger stehen im Mittelpunkt beim Neujahrsempfang in Bad Friedrichshall

DRK-Bereitschaftsleiterin Margarete Benkner (links) mit den geehrten Blutspendern, unter ihnen Frank Ferenbach (Mitte) mit 100 Teilnahmen.

"Man kann ja auch mal in eine Situation kommen, in der man selbst Blut braucht", begründet der Kochendorfer seine regelmäßigen Spenden. Er gehört zum treuen Stamm, dem Bereitschaftsleiterin Margarete Benkner dankt. "Sie machen nicht viel Aufhebens um ihr Tun." Umso wichtiger die Auszeichnung mit Ehrennadeln.

Goldene Ehrennadeln verliehen

Die geht für zehn Teilnahmen an: Simone Bartke, Monika Brasch, Yasemin Duran, Patrick Frohs, Isabel Gebhard, Joachim Kopp, Felix Lauck, Helena Rohatschek, Christel Stephan, Josef Strengert, Moritz Vogt, Lisa Windbiel und Christine Zimmermann. Für 25 Spenden geehrt werden: Achim Bogumil und Matthias Swidersky; für 50 Spenden Wolfgang Dreßler, Eberhard Ludwig, Michaela Schwarzkopf; für 75 Spenden Hartmut Schenk und Hans-Erich Wehn, für 100 Spenden Frank Ferenbach.

Nicht nötig, aber man freut sich trotzdem

"Das Ehrenamt wird geschätzt, das finde ich gut", meint Jörg Friz zum zweiten Teil des Auszeichnungsreigens. "Die Leute, die am städtischen Geschehen interessiert sind, kommen. Sie sind gut gelaunt und haben einen netten Abend", gefällt Friz die Veranstaltung. Sie gebe einen positiven Kick zum Jahresbeginn. Gerhard Haaf, einer der Preisträger, drückt es schwäbisch aus: "Es wäre nicht nötig, aber man freut sich trotzdem." Die Ehrung sei eine Anerkennung für das, was man viele Jahre leiste.

Er tut das bei der Theatergruppe Duttenberg, der er seit 45 Jahren angehört, einst Vorsitzender, seit 1982 Spielleiter. Zu den verdienten Mitgliedern gehören auch Winfried Heinrich und Hermann Maisenhölder. Für 2018 nachgereicht bekommt Barbara Lange-Wolf ( Sportfreunde Untergriesheim) den Preis.

Vielfältige Funktionen in der Feuerwehr

In den Reihen des DRK werden Ilse Lichner und Roswitha Kuriger, die 30 Jahre die Vergissmeinnicht-Gruppe leiten, hervorgehoben ebenso Bereitschaftsleiterin Katja Weidner und Kassierer Klaus Schlund. Vielfältige Funktionen füllen seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Elmar Schell, Abteilungskommandant Kernstadt, und Kommandant Marcel Vogt aus.

Verdiente Bürger stehen im Mittelpunkt beim Neujahrsempfang in Bad Friedrichshall

Frauen und Männer, die sich seit vielen Jahren im kulturellen, sportlichen, kirchlichen oder sozialen Bereich in Bad Friedrichshall engagieren, wurden mit dem Ehrenamtspreis samt Urkunde und Geschenk ausgezeichnet.

Fotos: Ralf Seidel

Respekt zollt Laudator Hanspeter Friede Annemarie Jung und Dr. Thomas Mandel vom Hospiz der Gezeiten. Die gute Seele der Turnabteilung ist Sylvia Beckmann. Seit 1997 gehört Regina Krauth zur ökumenischen Kinderkirche Duttenberg. Die Köpfe des Reit- und Springturniers beim Reiterverein sind Karin Bräuninger, Klaus Häußermann und Robert Scheuermann. Tragende Persönlichkeit beim TSV Duttenberg sind Walter Haaf und Wilhelm Haaf.

Ehepaar Friede bis hinauf zur Bundesebene aktiv

Beim Rad- und Rollschuhverein bekommt Corinna Rienhardt, Vorstandsmitglied und Koordinatorin der Musical-Requisiten, die Glasstele. Die geht zum zweiten Mal an das Ehepaar Rita und Hanspeter Friede, für "anhaltenden unermüdlichen Einsatz", lobt Bürgermeister-Stellvertreterin Yvonne Weckbach. Beide haben Ämter im Rad- und Rollsport bis hinauf zur Bundesebene.


Der Initiator des Neujahrsempfangs der Stadt Bad Friedrichshall ist unter den Gästen: Peter Dolderer. Er hat in seinem letzten Jahr als Bürgermeister - das war 2015- die Veranstaltung ins Leben gerufen. "Weil es eine Gelegenheit ist, dass die Bürger zusammenkommen", antwortet er auf Nachfrage der Heilbronner Stimme. "Man kann sich informieren über das, was war und was kommt."

Mit zum Programm gehört die Blutspenderehrung. Die sei früher zusammen mit der Sportlerehrung erfolgt. "Das hat nicht gepasst", ergänzt Dolderer, der Ehrenbürger der Stadt ist.

Und der Ehrenamtspreis sei ursprünglich in kleinerem Rahmen verliehen worden, kommt der 70-Jährige auf die zweite Auszeichnung zu sprechen. Nicht ganz angemessen für die Leistung der Geehrten, jetzt werden sie vor größerem Publikum in den Mittelpunkt gerückt. Übrigens: Zu Getränken und Imbiss lädt die Stadt am Neujahrsempfang die Besucher ein.

 

Sabine Friedrich

Sabine Friedrich

Autorin

Sabine Friedrich ist seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Sie ist in der Landkreis-Redaktion zuständig für Obersulm, Wüstenrot, Flein, Talheim und Weinsberg sowie für den Themenschwerpunkt Feuerwehr.

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