Schachtseefest in Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall  Das zwölfte Schachtseefest ist erneut ein Besuchermagnet. Nachdem die Beachparty am Freitag ins Wasser gefallen ist, kamen am Samstag zahlreiche Besucher an den See. Das Fest endet am Montag mit einem Kindertag und Musik.

Von Ute Plückthun
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Zunächst scherbenreich, dann doch erfolgreich: Bürgermeister Timo Frey, Michael Lehner und Günter Kraus beim Fassanstich.

Foto: Ute Plückthun

Der See ruft - und die Besucher kommen: Gemütliche Festatmosphäre im Grünen, romantische Abendbeleuchtung, ein vielfältiges kulinarisches Angebot und am Sonntag ein dreistündiges Mitmachprogramm für Kinder machen das Fest besonders. Dazu gibt es Livemusik auf der Seeäckerbühne, am Strand und auf der Wiesenbühne, die wegen Rohrverlegungen zum Hochwasserschutz mit Rindenmulch statt mit Gras bedeckt ist. Die zwölfte Auflage des Schachtseefests unter Beteiligung von 30 Vereinen und Organisationen beweist erneut ihre Anziehungskraft.

Zunächst aber fällt die Beachparty am Freitag regelrecht ins Wasser. Eine halbe Stunde vor Start fängt es an, zu regnen und erst gegen 21 Uhr hört es wieder auf. Da wurde das mit Strandstühlen, Bar und Musik von DJ Thomas P. Brown ausgestattete Gelände bereits unter Wasser gesetzt. "Schade für die FSV-Fußballer", bedauert Katrin Neumann vom Stadtmarketing. Immerhin spielt das Wetter am Folgetag mit.

Scherben zum Start

Eröffnet wird das Schachtseefest zu volkstümlichen Klängen des Seniorenblasorchesters. Den zerschlagenen ersten Krug beim Fassanstich nimmt Bürgermeister Timo Frey, unterstützt von Michael Lehner von Dinkelacker Schwabenbräu und dem gebürtigen Öhringer Günter Kraus vom Isenbütteler Partnerschaftskreis, mit Humor: "Wenn ein Hammer auf einen Bierkrug trifft, das Ganze in 1000 Scherben bricht", hat der Rathauschef einen flotten lyrischen Spruch parat. Dann fließt das Freibier und dem Festprogramm steht nichts mehr im Wege.

Leckerbissen locken an die am See aufgebauten Hütten und Pavillons. Die Auswahl reicht von Grillbraten mit Kartoffelsalat oder Waffeln zum Nachtisch vom Naturschutzbund, Flammkuchen vom Tennisclub bis hin zu Spezialitäten der türkischen Gemeinde. Alles frisch auf den Tisch gibt es auch vom tamilischen Kulturkreis, der mit mehr als 30 Helfern pro Festtag mit von der Partie ist. "Einmal waren wir wegen einer Trauerfeier nicht dabei und wurden schon vermisst", freut sich der Vorsitzende Parameswaran Karthykeyan über den Zuspruch.

Noch bevor es richtig losgeht, verschaffen sich Katharina und Ralph Willkomm einen Überblick. Während sich die Offenauerin tamilische Nudeln und Fleischrollen vormerkt, hat ihr Mann den Ochsenmaulsalat der Hühnerläus' im Sinn. Sein Lob geht an die konstante Festgröße mit guter Musik, leckerem Essen und der Möglichkeit, Freunde zu treffen: "Wenn wir nicht im Urlaub sind, kommen wir immer her."

Für Nadine Göttler aus Erlenbach ist es das zweite Schachtseefest: "Weil mein Freund aus Bad Friedrichshall kommt und es diesmal nicht mit dem Eberwinfest kollidiert", erklärte die gebürtige Obereisesheimerin, während sie bei Alexandra Orlando an der zum Pizzamobil umgebauten Ape 500 "vegetarisch ohne Käse" bestellt.

Der Startpunkt für Radfahrer

Für ihren Überraschungsbesuch aus Kindern und Enkeln und für ihren Mann besorgt Pfarrerin Birgit Wildermuth am Hagenbacher Puma-Stand eine ganze Ladung Pommes. Der Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff und seine Frau Kerstin sind ebenso vor Ort wie Gudrun Kraus vom Isenbütteler Partnerschaftskreis, die Bad Friedrichshall als Start für eine achttägige Radtour mit neun Teilnehmern nutzt. Sie setzt auf Maultaschen: "Wenn man in einer Gegend unterwegs ist, muss man die Spezialität probieren."

"Früher sind wir später gekommen und später gegangen", erzählt Fabian Habrock. Mit den Kindern Lina (4) und Aaron (2), die sich auf Waffeln freuen, waren er und seine Frau Jasmin schon zum Feststart vor Ort. Die Kochendorferin versichert: "Zum Kindertag am Montag sind wir auf jeden Fall wieder da."

 


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