Im März geht Seniorenheim in Untereisesheim in Betrieb

Untereisesheim  Im Seniorenheim in Untereisesheim stehen die letzten Arbeitswochen an: Möbel kommen, Steckdosen werden gesetzt, damit in wenigen Wochen die Wohngruppen belegt werden können. Fast alle Plätze sind belegt.

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Helle Farben, viel Licht von außen: Im Haus gibt es 45 Pflegeplätze.

Tageslicht erhellt die Zimmer und Flure des neuen Seniorenheims, das in einem Monat in Untereisesheim in Betrieb geht. Diese Atmosphäre lenkt bei einem Rundgang ab von den Kabeln, Kartons und eingepackten Möbeln, die zum Bild im Inneren gehören. Mehr Ausstattung kommt täglich: Draußen parkt ein Kleinlaster mit Sesseln, die in Folie gehüllt sind. Auch um das Gebäude herum ist noch manches zu tun.

Allerdings können Besucher der Räume einen ersten Eindruck des zukünftigen Lebens gewinnen. Die Seniorendienste Neckartal aus Bad Wimpfen, die in Untereisesheim bereits eine Tagespflege verantworten, betreiben das Seniorenheim.

Gebäude schirmt Innenhof ab

Beruhigend still, und das an der viel befahrenen Ortsdurchfahrt: So präsentiert sich der Innenhof, den das Gebäude vom Lärm der Straße weitestgehend abschirmt. So wird sich dieser Bereich später zu einem ganz besonderen Ort für die sogenannte Pflegewohngemeinschaft Untereisesheim entwickeln: Zugänglich ist er vom ersten Stock aus, der für die dementen Bewohner vorgesehen ist.

Im Innenhof können die Senioren kleine Runden drehen, Wasser wird dort einmal plätschern. "Die Bewohner sind hier geschützt in einem Außenbereich", sagt Geschäftsführer Eberhard Kubach. Er schwärmt von diesem Areal und bezeichnet es als eine Freiluft-Ruheoase.

Die Etagen bieten viel Platz zum Bewegen

Viel Bewegung wollen die Seniorendienste ihren Bewohnern ermöglichen. Die drei Etagen sind deshalb so angelegt, dass die Damen und Herren entlang der Zimmer und Gemeinschaftsräume im großen Kreis laufen können. Zwischendrin sind jederzeit Pausen möglich. Sitzmöglichkeiten kämen in jede Ecke, sagt Anja Hildebrand, die zur Geschäftsleitung gehört und das Pflegemanagement stationär verantwortet.

Im März geht Seniorenheim in Betrieb

Zentral gelegen: Die Seniorendienste Neckartal betreiben das Seniorenheim, das sich mitten in Untereisesheim befindet. Das Unternehmen führt bereits eine Tagespflege in der Gemeinde.

Fotos: Simon Gajer

Die Seniorendienste mit Standorten in Bad Wimpfen und Offenau wachsen mit dem Gebäude stark. Derzeit unterhält das Unternehmen 174 Betten. In Untereisesheim wohnen künftig bis zu 45 Menschen in drei Wohngruppen. Weil Doppelzimmer aber nicht mehr zulässig sind und wegfallen, erhöht sich die Gesamtzahl mit der neuen Dépendance nur auf 207 Plätze. 25 Mitarbeiter gibt es am neuen Haus, dabei bleibt es aber nicht: Geschäftsführer Kubach rechnet damit, dass über 30 Kollegen dort angestellt sein werden.

Zum Gebäude gehören Eigentumswohnungen für Senioren

Im Obergeschoss befinden sich außerdem fünf Eigentumswohnungen für Senioren. Die Menschen seien "hochgradig selbstständig", sagt Eberhard Kubach. Sie können beispielsweise die Essensangebote des Seniorenheims nutzen. Die Bewohner ziehen Anfang März ein, Platz gibt es aber kaum noch. "Wir haben nur noch ein freies Bett", sagt Anja Hildebrand. Auch eine Kurzzeitpflege soll es hier einmal geben.

Die Seniorendienste Neckartal, die in Bad Wimpfen ihren Sitz haben, bezeichnen das Untereisesheimer Projekt als Pflegewohngemeinschaft. Zum Gebäude gehört ein Gemeinschaftsraum im zweiten Stock. Der kann beispielsweise von der Gemeinde genutzt werden. Geschäftsführer Eberhard Kubach ist wichtig, dass sich das Haus in den Ort integriert. "Wir sind keine abgeschiedene Insel." Er denkt beispielsweise an die Seniorennachmittage, die im evangelischen Gemeindehaus stattfinden.

Ingenieurbüro aus Großbottwar errichtet 16 Wohneinheiten am Rathaus

Im Rahmen der Ortskernsanierung entsteht neben dem Seniorenheim noch ein größeres Wohnquartier am Rathaus, hinter dem das Ingenieurbüro Schrembs aus Großbottwar steht. Die Firma baut zwei Sechs-Familien- sowie vier Reihenhäuser. Kürzlich fand das Richtfest des letzten Gebäudes statt. Chef Jürg Schrembs geht davon aus, dass die Gebäude zwischen Mai und Ende August bezogen werden. Die Idee solcher Programme: Der alte Ortskern solle wieder belebt werden, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

 

Simon Gajer

Simon Gajer

Autor

Simon Gajer kam im Jahr 2000 erstmals zur Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als freier Journalist in den USA ist er seit Herbst 2003 zurück in der Region: Zurzeit sucht er nach spannenden Themen im nördlichen Landkreis Heilbronn, vor allem aus den Städten Neckarsulm, Möckmühl und Neudenau.

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