Hallenbad bleibt für unbestimmte Zeit geschlossen

Oedheim  Die Hoffnungen haben sich zerschlagen, das Oedheimer Hallenbad bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen. Am Dach wurden Feuchtigkeitsschäden festgestellt.

Von unserer Redaktion

Hallenbad bleibt für unbestimmte Zeit geschlossen

Ein Beweissicherungsverfahren soll klären, was am Dachaufbau vor rund zehn Jahren schiefgelaufen ist. Foto: Ute Plückthun

Die Hoffnungen haben sich zerschlagen, das Oedheimer Hallenbad bleibt geschlossen. Anfang Februar wurden Feuchtigkeitsschäden am oberen Dach festgestellt. Deshalb wurde es aus Sicherheitsgründen geschlossen − vorerst nur bis zur Erstellung eines Gutachtens. Die nun vorliegenden Erkenntnisse des Sachverständigen für Statik im Hochbau und für Gebäudeschäden sind jedoch ernüchternd.

Wie Bürgermeister Matthias Schmitt vor dem Gemeinderat ausführte, hatte man gehofft, unter Einbringung von provisorischen Stützen den Badebetrieb wieder aufnehmen zu können. Das Gutachten sagt zwar, dass provisorische Stützen in der Mitte möglich seien. "An der Traufseite wird das Dach aber immer flacher: Auf den letzten Metern hat man eine Arbeitshöhe von 50 Zentimetern und weniger", erläuterte der Rathauschef. Zudem sei das Dach schräg und drücke in diese Richtung.

500.000 Euro für ein neues Dach

Um Stützen einzubauen, müsste man die Dachscheiben in den betroffenen Bereichen auf- und wieder zumachen. Da sich darauf aber eine Photovoltaikanlage befindet, bedeute das, dass fast "das ganze Dach herunter muss: Das wäre unverhältnismäßig und geht nicht." Ziel ist nun, das obere Dach "so schnell wie möglich" herunterzunehmen und komplett neu aufzubauen. Deshalb bleibe das Hallenbad auf unbestimmte Zeit geschlossen. Unter anderem sei die DLRG, der durch den Entfall von Schwimmkursen ein finanzieller Schaden entstehe, sofort informiert worden.

Klar sei, dass die Gemeinde auf den Kosten von knapp über 500.000 Euro für den Austausch des Dachs "nicht allein sitzenbleiben" dürfe. Es ist erst vor etwa zehn Jahren erneuert worden. Ein erster Schritt sei jetzt ein Beweissicherungsverfahren, um mögliche Fehler zu ermitteln und zu sehen, "was schiefgelaufen ist". 

 

 


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