Gewerbegebiet "Halde" in Neuenstadt nimmt nächste planerische Hürde

Neuenstadt  Die Planungen für das Gewerbegebiet "Halde" in Neuenstadt gehen in die nächste Runde. Die Unterlagen werden erneut ausgelegt

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Gewerbegebiet "Halde" in Neuenstadt nimmt nächste planerische Hürde

Das Gewerbegebiet "Halde" entsteht gegenüber des GIK.

Foto: Archiv/Mugler

Die Planungen für das Gewerbegebiet "Halde" in Neuenstadt gehen in die nächste Runde. Bei der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit waren viele Stellungnahmen zu dem Vorhaben eingegangen, die vom Ingenieurbüro IFK in Mosbach abgewogen und in die Entwürfe eingearbeitet wurden. Michael Reichard stellte sie den Stadträten im Detail vor. Unter anderem habe der Umweltplaner nachgearbeitet und alle Gutachten auf den neuesten Stand gebracht. Umweltschutzverbände hatten etwa den Flächenverbrauch für das Gebiet kritisiert.

Zwei Beschlüsse

Der Gemeinderat stimmte den Abwägungen zu, so dass die Planunterlagen für die zweite Beteiligungsrunde ausgelegt werden können. Das erfolgt vom 2. März bis 14. April. Das Gremium fasste auch den Baubeschluss für die Erschließung.

Udo Wengenroth (BG) wollte wissen, ob es stimme, dass Firmen bereits abgewandert seien, weil es in Neuenstadt keine kleineren Gewerbeflächen gebe. Das bestätigte Bürgermeister Norbert Heuser. Die Nachfrage sei groß und der Druck damit enorm. Es gebe 25 belegbare Interessenten für die Grundstücke im Gebiet "Halde".

Nähe zu Gewerbepark kein Argument

Dass direkt gegenüber erst kürzlich der Gewerbe- und Industriepark Kochertal, kurz GIK ausgewiesen wurde, sei kein Gegenargument für das Areal "Halde", stellte Reichard klar. Das GIK sei ein interkommunales und die "Halde" ein städtisches Gebiet. "Wir haben die Aufgabe, den Unternehmen vor Ort eine Zukunft zu bieten", sagte Heuser. Trotzdem sei ihm bewusst, dass die Abwägung schwierig sei, "hervorragendes Ackerland" dafür zu verwenden. Aus der Sicht des Erschließungsplaners ist es nur logisch, das Gewerbegebiet genau an dieser Stelle auszuweisen, sagte Andreas Nußbaum vom Ingenieurbüro BIT. Durch den bereits vorhandenen Kreisverkehr und den bislang nicht genutzten vierten Arm sei die verkehrliche Anbindung bereits vorhanden. Der Kreisel würde heute wohl das Doppelte kosten.

Die Erschließungskosten werden derzeit auf rund 2,7 Millionen Euro geschätzt. Mehr Klarheit wird es aber erst geben, wenn die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, sagte Heuser. Mit dem gefällten Baubeschluss können die Erschließungsarbeiten voraussichtlich in der Gemeinderatssitzung am 27. April vergeben werden.

Vergabe der Grundstücke noch 2020

Wie die Vergabe der Grundstücke ablaufe, fragte Tanja Munding (BG). Das entscheide der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung, erklärte Heuser. Noch in der ersten Jahreshälfte 2020 sei das vorgesehen. Dabei werde auch die bauliche Ausgestaltung mit den Interessenten besprochen.


Katharina Müller

Katharina Müller

Autorin

Katharina Müller kam Anfang 2019 zur Heilbronner Stimme und schreibt nun seit September für die Regionalredaktion. Sie kümmert sich um Themen im östlichen und nördlichen Landkreis.

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