Entwurf für Hallensanierung in Stein kommt gut an

Neuenstadt  Nachdem die Gemeindehalle in Kochertürn und die Stadthalle in Neuenstadt bereits grundlegend saniert worden sind, ist jetzt die Turn- und Festhalle im Stadtteil Stein an der Reihe. Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf für die Sanierung zu. Die Vereine sind begeistert.

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Erster Entwurf für Hallensanierung in Stein kommt im Gemeinderat gut an

Die Turn- und Festhalle in Stein (links) wird generalsaniert. Dadurch entstehen auch Synergieeffekte für die angrenzende Schule (rechts).

Foto: Mario Berger

Die Turn- und Festhalle, die 1953 erbaut wurde, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Brandschutz, die technische Ausrüstung und den Energieverbrauch, sagte Bürgermeister Norbert Heuser in der Gemeinderatssitzung. Architekt Joachim Huber aus Billigheim stellte dort einen ersten Entwurf für die Hallensanierung vor. Die Kosten belaufen sich laut Huber auf 3,3 Millionen Euro. Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum bekommt die Stadt einen Zuschuss von 500.000 Euro.

Neues Foyer und viel Glas

Ein neues Foyer, viel Glas, Barrierefreiheit und neueste Standards, was Dämmung, Elektrik und Bühnentechnik angeht, stehen auf dem Plan des Architekten. Auch die Küche, die zur Festhalle gehört, soll überplant werden. Mit einem neu gestalteten Eingangsbereich entstehen außerdem Synergieeffekte zwischen Schule und Halle, sagte Joachim Huber.

Der Zwischenbau, der die beiden Gebäude verbindet, wird ebenfalls umgestaltet. Generell soll nach dem Umbau alles offener, heller und besser zu erreichen sein. Ein geplanter Aufzug gewährleistet künftig den barrierefreien Zugang zu allen Ebenen. Der Eingangsbereich wird komplett verglast, davor entsteht ein überdachter Außenbereich, den die Schule ebenfalls nutzen kann.

Vereine zeigen große Begeisterung

Bevor die ersten Pläne des Architekten im Gemeinderat vorgestellt wurden, durften der Ortschaftsrat Stein und die dortigen Vereine einen Blick darauf werfen. Es habe "große Begeisterung" gegeben, berichtete Ortsvorsteher Markus Kratzmüller. "Die Halle ist kulturell und sportlich gut gebucht. Sie ist wichtig für uns." Die Kosten hätten ihn zuerst allerdings schon überrascht. Bei einer so grundlegenden Sanierung müsse man das aber wohl bezahlen. Es werde eben nicht nur ein bisschen renoviert und Fenster ausgetauscht. Hinzu komme, dass seit der Errichtung immer nur kleine Maßnahmen umgesetzt wurden. Vieles sei noch wie zur damaligen Zeit, die Eingangstür zum Beispiel.

Architekt Huber hatte in seinem Vortrag beschrieben, dass das Gebäude in den Rohbauzustand zurückversetzt werde.

Wäre ein Abriss da nicht sinnvoller? Die Stadt habe sich bewusst für eine Sanierung und gegen einen Abriss entschieden, sagte Bürgermeister Heuser. Ein Abriss sei energetisch viel aufwendiger. "Wir meinen es mit dem Klimaschutz ernst und wollen ihn leben", betonte er. Mit dem Architekturbüro Huber habe man da den richtigen Partner an der Hand. Joachim Huber versicherte, nachhaltig mit dem Bestand umzugehen und zu erhalten, was zu erhalten ist.

Sanierung könnte im Frühjahr 2021 starten

Die Stadträte stimmten dem ersten Entwurf zu, so dass das Büro Huber seine Planungen nun konkretisieren kann. Im laufenden Jahr solle das Baugesuch ausgearbeitet werden, skizzierte Bürgermeister Heuser den weiteren Ablauf. So könne man in einer Phase ausschreiben, in der die Firmen auf der Suche nach Aufträgen sind. Die Wintersaison 2020/21 könnten die Vereine die Turn- und Festhalle dann noch nutzen, bis im Frühjahr die Arbeiten starteten.


Katharina Müller

Katharina Müller

Autorin

Katharina Müller kam Anfang 2019 zur Heilbronner Stimme und schreibt nun seit September für die Regionalredaktion. Sie kümmert sich um Themen im östlichen und nördlichen Landkreis.

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